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/ ein, und in diese Zeit fällt der Beginn der Entstehung der Samm- : lung von Porträts hiesiger Ärzte. Am 3. September schenkt l:j die Stadt Frankfurt, die im Besitze des Sanitätsamtes befind- ']/ liehen Porträts dreier Physici primarii und die Bürgerschaft l'j beweist ihre Teilnahme an der neuen Stiftung durch Uber- 'j lassung vorhandener Porträts Frankfurter Ärzte. Fast alle j stammen aus Privatbesitz, aus den Familien der Dargestellten, nur ein einziges hat Senckenberg aus Privatbesitz gekauft.

Nach vollendeter Einrichtung des Hauses geht Sencken­berg an den Bau der Anatomie, die in ihrer ursprünglichen Gestalt noch heute erhalten ist und an die Schaffung des botanischen Gartens.

So war Senckenberg in den Jahren 1766 bis 1769 eifrigst bemüht, dem wissenschaftlichen Teile seiner Stiftung eine Wohn­stätte zu errichten, während das zu gründende Bürgerhospital vernachlässigt wurde. Von Freunden hierüber zur Kede ge­stellt, gab er die prophetische Antwort:Wenn der Tod mich überraschen sollte, ehe mein Werk ganz vollendet, so wird das Krankenhaus nicht leiden, aber desto eher möchte man ver­gessen, daß ich der Wissenschaft hier einen Tempel gründen wollte.

Im Jahre 1771 endlich ging er an den Bau des Bürger­hospitals und gegen Ende des Jahres 1772 hatte Senckenberg noch die Freude, den Bau bis zur Hälfte vollendet zu sehen. Die beklagenswerten Umstände seines Todes am 15. November 1772 sind bekannt. Seine Leiche wurde seinem Wunsche entsprechend im botanischen Garten beigesetzt, damit er auch noch im Tode, wenigstens dem Leibe nach, bei seiner Stiftung sein könne.

Wie Senckenberg vorausgesehen, wurde durch die lebhafte Teilnahme lind Unterstützung seiner Mitbürger der Hospitalbau 1779 vollendet.

Die weitere Geschichte der Stiftung Senckenbergs gehört nicht mehr hierher. Zu erwähnen ist nur noch die Errichtung einer medizinischen Spezialschule, einer Art medizinischer Hoch­schule, im Jahre 1812 im engsten Anschluß an die von Sencken­berg geschaffenen Einrichtungen, die Verwirklichung eines Planes, den Frankfurt zu allen Zeiten gehegt hatte, vom Jahre 1384 an, wo man den Versuch gemacht hatte, die Pariser Universität hierher zu verlegen, bis in die neuesten Zeiten.

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