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eines ersten Rats. 1735 folgte er einem Rufe als Professor nach Göttingen. 1738 ging er in gleicher Eigenschaft nach Gießen. 1743 wurde er Geheimer Justizrat und Nassau-Ora- nischer Gesandter bei dem rheinischen Kreis und siedelte 1744 nach Frankfurt über. Bei Gelegenheit der Krönung Kaiser Franz I. wurde er von diesem zum Reichshofrat, zum Mitgliede des höchsten Reichsgerichtes und des kaiserlichen Staatsrates ernannt. Er war der erste Frankfurter, dem diese hohe Ehre zu teil ward. Im Herbst 1745 siedelte er nach Wien über. 1751 wurde er in den erblichen Reichsfreiherrnstand erhoben, in dem er auf 4 Ahnen geadelt wurde. Der letztere Umstand hat dazu geführt, daß man unserem Arzte Senckenberg in späterer Zeit oft das Prädikat „von“ beilegte. Er hat jedoch nie etwas davon wissen wollen.
Reichshofrat v. Senckenberg starb zu Wien 1768. Er hinterließ zwei Söhne. Der ältere, Renatus Leopold Christian Karl, geboren 1751, der sich als Gelehrter in denselben Fächern wie sein Vater auszeichnete und als hessischer Regierungsrat zu Gießen lebte, starb 1800, nicht wie fälschlich angegeben wird infolge eines Sturzes in seiner Bibliothek, sondern an den Blattern, nachdem er einige Tage zuvor seine einzige Tochter an derselben Krankheit verloren hatte.
Der zweite Sohn, Karl Christian Heinrich, ward Militär, trat in sardinische Kriegsdienste und starb ohne Hinterlassung von Kindern 1842 in Eßlingen.
Mit diesen beiden erlosch der Frankfurter Zweig des Senckenbergischen Geschlechts.
Das dritte Porträt in der obersten Reihe links stellt den Reichshofrat v. Senckenberg dar. Bei der Restaurierung fand es sich in einem Zustande, der darauf schließen läßt, daß es früher sehr schwer beschädigt gewesen sein muß. Es war vielfach verkittet. Die Restaurierung mußte sich darauf beschränken, möglichst viel des Alten zu erhalten und nur soviel zuzufügen, daß nicht ein neues Bild daraus entstand. Daher der hölzerne, plumpe Ausdruck.
Das Porträt erhielt Dr. Senckenberg nach dem Tode seines Bruders 1768.
No. 4 . Das nächste Porträt stellt dessen Sohn Renatus Leopold v. Senckenberg als 16jährigen jungen Mann vor. Es