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Das Sitzungszimmer, verschiedene Räume des Hospitals waren mit Porträts geschmückt, ja es war sogar bekannt, daß noch eine weitere Anzahl auf den Böden des Hospitals aufbewahrt sei.
Nachdem die vorhandenen Schätze zusammengebracht waren, zeigte es sich, daß, abgesehen von einigen nebensächlicheren, oder wenigstens nicht zu unserer Betrachtung gehörigen, im ganzen 82 Porträts in Öl und Pastell und 3 Bildnisse in Wachs, unter diesen ein Doppelporträt, vorhanden waren.
Zum Teil waren die Bilder in einem Zustande sehr schlechter Erhaltung und einer sofortigen Restaurierung dringend bedürftig. Die Administration beschloß, ungesäumt eine Wiederherstellung aller dieser Bilder vornehmen zu lassen und beauftragte den bekannten Künstler Herrn Ludwig Windschmitt hierselbst mit der Ausführung. Aus seiner Hand sind die Bilder verjüngt wieder auferstanden und Schäden, die unheilbar erschienen, so getilgt, daß sie kaum noch erkennbar sind. Die Administration ist Herrn Windschmitt für seine Leistungen zu besonderem Danke verpflichtet.
Schon vor Inangriffnahme der Wiederherstellung wurden die Bilder auf Bezeichnungen und Signaturen untersucht und ebenso sorgfältig auf diese bei den Arbeiten selbst geachtet. Trotzdem waren nach Abschluß derselben 12 Bilder vorhanden, über welche nicht die geringste Auskunft auf diesen zu finden war, wen sie darstellteu. Bei zweien der übrigen konnte die handschriftliche Bezeichnung als unrichtig nachgewiesen werden.
Wie war nun hier Aufklärung zu bringen?
Stricker hatte im Jahre 1858 im 8. Heft des Archivs für Frankfurts Geschichte und Kunst in einem Aufsatze über die Geschichte der vereinigten Dr. Senckenbergischen Bibliothek im Anhang ein Verzeichnis der damals auf derselben befindlichen Porträts in Öl gegeben. Es waren im ganzen 26 Stück. Diese sind bis auf zwei, die beiden Arzte Burggrave, Vater und Sohn, von welchen es zweifelhaft ist, ob sie überhaupt in unserem Besitze waren, vorhanden und zwar mit deutlichen Bezeichnungen. Über die anderen giebt er aber keine Nachricht. Ebensowenig war aus den kunstgeschichtlichen und medizinischen Nachrichten aus älterer und neuer Zeit etwas Wesentliches zu finden. Hiisgen und Gwinner führen zwar eine kleine Zahl der bemerkenswertesten Bilder an, geben aber über das Zustande-