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und auch einige unangenehme Dinge gesagt; die letzteren be­sonders bei der Aufforderung, besser für die Stiftung Seneken- bergs zu sorgen. So viel er auch zu loben wußte, über den Zustand des Instituts war er recht ungehalten; er warf den Leitern Lauheit in der Betreibung der Stiftsangelegenheiten vor und den Frankfurtern im allgemeinen wenig Sinn für die Pflege der medizinischen Wissenschaft. Er verlangte die Ver­besserung der Bibliothek und des botanischen Gartens, die Ein­richtung von chemischen, physikalischen, anatomischen Vor­lesungen und Übungen, um das Institut zu einer medizinisch­naturwissenschaftlichen Lehranstalt auszugestalten; die Mittel solle das Spital liefern, das, wie er meinte, im Überfluß schwelge. Die Kritik Goethes erregte peinliches Aufsehen in Frankfurt, und das um so mehr, als die Leiter des Instituts bereits vor dem Erscheinen der Goetheschen Bemerkungen an der Arbeit waren, das Interesse der Allgemeinheit für die wissenschaft­liche Stiftung wachzurufen. In ihrem Aufträge erschien 1817 eine in würdigstem Tone von dem Stiftsarzt Neeff verfaßte Gegen­schrift; ihr Vorwort wandte sich scharf gegen Goethe oder vielmehr seine Gewährsmänner; ohne auf seine Kritik einzu­gehen, forderte die Schrift die Bürgerschaft auf, dem Institut ihre Teilnahme zuzuwenden.

Und dieser Mahnruf ist nicht ungehört verhallt. Im Sep­tember 1817 begannen auf Anregung des Lektors an der Ana­tomie Dr. Cretzschmar die Verhandlungen, welche im November bereits zur Gründung der uach Senckenberg genannten Natur­forschenden Gesellschaft führten. Damit beginnt eine neue Epoche in der Geschichte des Senckenbergischen Instituts, die Zeit des Zusammenarbeitens seiner Mitglieder mit den natur­wissenschaftlich tätigen oder interessierten Mitgliedern der Bürgerschaft.

Es war aber der Segen der guten Tat Senckenbergs, daß sie fortzeugend Neues, Gutes hervorbrachte, daß sich im An­schluß an das Institut und die Naturforschende Gesellschaft Vereine für besondere Zweige der Heil- und Naturkunde bilde­ten, so 1824 der Physikalische, 1836 der Geographische, 1845 der Ärztliche Verein. Die Geschichte des Senckenbergianums und die Sondergeschichten aller dieser Gesellschaften und Ver­eine wäre die Geschichte aller der Anregung, die von Sencken-