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sie erfordere ja nur das geringe Opfer von etwa zwölftauseud Gulden an jährlichen Unterhaltungskosten, alles andere, die nötigen Institute, seien in der Senckenberg-Stiftung vorhanden. Mit aller Schärfe aber trat der wiederhergestellte Senat der Stadt für die Aufhebung der Schule ein: sie sei die Nachahmung einer französischen Institution und passe nicht auf deutsche Verhältnisse, da sie nur einseitige Bildung für ein bestimmtes Fach gewähre; die vorhandenen Anstalten, auf die man sich berufe, könnten sich nicht vergleichen mit denen, die auf Universitäten vorhanden seien; insbesondere werde der Wert der Senckenbergischen Anstalten überschätzt, zu ihrer dringend notwendigen Ausgestaltung und zur Besoldung der Dozenten sei kein Geld vorhanden, zumal es an Studierenden fehlen werde, da die Schule fortan keine Landeshochschule, sondern auf Frankfurt beschränkt sei und die Groß- und Handelsstadt sich für eine solche Anstalt nicht eigne. So wurden alte und neue Gründe und Scheingründe geltend gemacht, die vorhandenen Institute, auf die man sonst so stolz tat, in ihrem Werte herabgesetzt, um diese Teiluniversität nicht wieder erstehen zn lassen. Der Senat ist damit durchgedrungen, aber schwerlich zum Vorteil der Stadt und gewiß nicht zum Vorteil des Senckenbergischen Instituts. Denn zweifellos war der Gedanke, auf ihm eine höhere ärztliche Lehranstalt aufzubauen, praktisch durchführbar; es brauchte ja gerade nicht die Spezialschule fortgesetzt zu werden, man konnte ja an eine Anstalt zur praktischen Fortbildung junger, von der Universität entlassener Ärzte denken. Die Stadt hat es damals nicht versucht und nicht verstanden, die medizinische Spezialschule zu einer solchen Anstalt zu entwickeln und damit Senckenbergs Institut zu größerer, fruchtbringender Wirksamkeit zu berufen; sie hat es gerade so wenig verstanden, eine andere von Dalberg errichtete, vielversprechende Anstalt, die großherzogliche Architekturschule, zu einer Baugewerkschule auswachsen zu lassen. Beide Anstalten iielen unter dem Beifall der Altfrankfurter, die sich damals in einem urteutonischen Haß gegen alles Fremdländische gefielen und in solchen Spezialschulen nichts sahen als die Nachahmung französischer Vorbilder. Es ist bedauerlich und unerklärlich, daß in der Bürgerschaft, die sich jetzt nach dem Kriege, wie wir gleich sehen werden, auch auf dem Gebiete des geistigen Lebens