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zösische System der Spezialschulen im allgemeinen und gab der deutschen Universitätsorganisation, die alle Wissenschaften in einer Hochschule vereinigte, den Vorzug; die Herren bestritten insbesondere, daß Frankfurt als Groß- und Handelsstadt ein geeigneter Ort für eine Hochschule irgendwelcher Art sei und daß die Hilfsmittel der Senckenberg-Stiftung zum Unterricht für Studierende passen; weit besser seien sie geeignet zur Fortbildung von Studierten — hier erscheint zum ersten Male der Gedanke, daß Institut und Krankenhaus zu einer Anstalt verwendet werden können, deren Zweck die Weiterbildung der Arzte ist. Anders dachte die Regierung, denn die Verhältnisse lagen zu günstig für die Staatskasse: sie brauchte nur die Kosten für ein chemisches Laboratorium und für die Gehälter der Dozenten zu bestreiten. Am 9. November 1812 wurde die medizinisch-chirurgische Schule eröffnet; die Administration der Stiftung kam der Regierung entgegen, und das rege wissenschaftliche Leben, von dem Senckenberg einst geträumt hatte, zog jetzt in das Stiftungsgebäude ein. Die Zahl der Studierenden betrug freilich nur 42, aber es war immerhin ein Anfang für das kleine Land. An der Spitze der Schule stand der Gynäkolog Wenzel; unter ihm lehrten acht Professoren und ein Dozent. Aber nur zwei Semester blühte diese Teilhochschule; als das dritte begann, im Herbst 1813, hatten die verbündeten Armeen die Stadt besetzt, und die praktische Arbeit in den Lazaretten ließ es nicht zum theoretischen Unterricht kommen; es ist ein Ruhm der kleinen Hochschule, daß mehrere ihrer Lehrer und Schüler sich bei der Pflege der Verwundeten und Kranken den Tod holten. Als Frankfurt gegen Ende des Jahres aus dem Verbände des Großherzogtums entlassen wurde, da wurde auch die Schule durch einen Erlaß des von den verbündeten Monarchen eingesetzten General-Gouverneurs aufgehoben, weil mit der Aufhebung des Großherzogtums auch die Mittel zur Unterhaltung fehlten. Nun rief Geheimrat Wenzel die Vermittelung des Chefs der Zentralverwaltung der von den Verbündeten besetzten Länder an, des Staatsministers Freiherrn vom Stein, dem das damalige Frankfurt seine wiedergewonnene Unabhängigkeit verdankte; er legte denn auch sein gewichtiges Wort für den Fortbestand der Schule ein: es sei unbegreiflich, daß man gerade jetzt die Anstalt aufheben wolle, wo mau sie am notwendigsten brauche,