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so ging er schnell, doch mit einem seltsamen Schwanken vor sich hin, so daß er bald auf dieser, bald auf jener Seite der Straße sich befand und im Gehen ein Zickzack bildete. Spottvögel sagten, er suche durch diesen abweichenden Schritt den abgeschiedenen Seelen aus dem Wege zu gehen, die ihn in gerader Linie wohl verfolgen möchten“. Nach dieser Schilderung ist er von Steinhausen auf der Schillerstraßen-Fassade des Cafe Bauer abgebildet. Scherz und Spott seien verstummt und haben sich in Ehrfurcht verwandelt, so schließt Goethe seine Schilderung, als er die Stiftung machte, „deren keine Akademie sich hätte schämen dürfen“.
Es hat aber doch länger gedauert, bis diese Ehrfurcht allgemein wurde. Als die Absicht seiner Stiftung schon bekannt war, hatte Senckenberg häufig Gelegenheit, über mangelndes Verständnis, ja über Anfeindung deshalb zu klagen. Er ließ sich nicht beirren: „Der Gute muß sich genügen lassen, gut gehandelt zu haben, und nicht darnach fragen, ob die Menschen dankbar oder undankbar sind“, oder auch: „In meiner Vaterstadt ist mir Böses widerfahren, die Wissenschaft wird dort nicht geachtet, die Guten sind gehaßt und die Bösen geschützt: aber weil Gott geboten hat, den Feinden Gutes zu tun, so will ich meinen Mitbürgern und ihren Nachkommen mich so erweisen, daß ich Böses mit Gutem vergelte“. Für diese Ethik Sencken- bei’gs hatten die Frankfurter Zeitgenossen kein Verständnis, und ebenso wenig für seinen Idealismus, der sich durch keine üble Erfahrung abschrecken ließ; sie spotteten über seine Stiftung, sie bezichtigten ihn der Eitelkeit: es mag allerdings sein, daß der Stifter von seinem Lebenswerk mehr sprach, als vielleicht notwendig und gut war. Verfolgt man in den städtischen Akten die Vorgänge nach dem Tode des Stifters, die Aufstellung seines Nachlasses und die Verhandlungen der ersten Administratoren mit der Stadt, so wird man peinlich berührt von dem Mißtrauen, welches die Behörden bei diesen Geschäften zeigten. Daß sie gerade die Schriftstücke Senckenbergs beschlagnahmten, die sich am schärfsten über die Politik des Bates im Siebenjährigen Kriege aussprachen, ist noch am ehesten verständlich.
Die Stiftung bestand aus zwei verschiedenen Teilen, dem Medizinischen Institut und dem Krankenhause. Das Institut lag