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Gott dem Satan übergeben zu sein, und nach den Mitteilungen des Sohnes, der es am längsten bei dieser Mutter aushielt, unseres Stifters, muß diese Frau geradezu eine Megäre gewesen sein. So hatten die drei Brüder eine traurige Jugend im ewigen Streite des Elternhauses; der älteste kam nach auswärts zur Erziehuug; der zweite, unser Senckenberg, war der Liebling des Vaters, aber für die Mutter ein Gegenstand des Hasses und daraus sind so manche Eigenheiten seines Wesens verständ­lich der dritte war der verzogene Liebling der Mutter und er hat der Erziehung dieser Furie in seinem späteren Leben volle Ehre gemacht.

Der älteste, 1704 geborene Sohn, Heinrich Christian, wurde einer der berühmtesten Rechtsgelehrten des achtzehnten Jahr­hunderts. Schon frühe wurde er den widrigen Eindrücken des Elternhauses und bald auch seiner Vaterstadt entrückt; er gehört weniger Frankfurt, als der großen deutschen Welt seiner Zeit an. Er studierte die Rechte, übte aber die Praxis als Advokat nur kurze Zeit in Frankfurt aus. Hier aber begann er seine rechts­geschichtlichen und verfassungsgeschichtlichen Studien; der Um­gang mit Orth, dem gelehrten Erklärer des Frankfurter Rechtes, die Bibliothek des Patriziers Zacharias Konrad von Uffen- bach, das Studium der Lersnerschen Chronik gaben ihm reiche Anregung und Gelegenheit zum Studium der heimischen Rechts­geschichte ; ihm verdankt man die erste wissenschaftlich-kritische Urkundenveröffentlichung zur Geschichte seiner Vaterstadt, die Selecta juris et historiae, in denen er 1734 eine Reihe wichtiger, auch von Lersner nicht gekannter oder nicht beachteter Quellen zur Frankfurter Geschichte veröffentlichte. 1735 wurde er an die neugegründete Universität Göttingen berufen, 1738 kam er nach Gießen; an beiden Hochschulen war er eine Zierde des Professorenkollegiums. 1744 folgte er einem Rufe als Mit­glied des Reichshofrates nach Wien; es war die kaiserliche Behörde, welche die Angelegenheiten der Reichsstände zu be­arbeiten hatte und die eigentliche Regierung des Reiches bildete. In dieser hohen, einflußreichen Stellung verblieb er bis zu sei­nem Tode 1768; so hoch er auch stieg, er hat seiner Vaterstadt und seiner Familie stets eine treue Anhänglichkeit bewahrt.

Diesem hochachtbaren Charakter, dieser sympathischen Persönlichkeit stelle ich gleich den jüngsten Bruder, den 1717