Alles gute so man ihnen that sol böse heissen, sonderlich so man
sie in
ihrem hochmuth reformiren wil, so sich vor [bref] ad quietos
nicht
schickt, sol verleumbdet heissen; obschon alles nur zwischen fende
mir v.
ihnen verhandelt worden.
Man muß sich vorsehen mit wem man in der Welt zu
thun hat sich
keinen Menschen so [innig] vertrauen, sondern allein Gott der
alle
hertzen kennt. Heimlichkeiten sol man vor sich allein behalten. denn
ein Suppenfreund* kan wohl ein offenbarer feind werden.
Mater dixit ich habe
zuviel auß Stier gemacht; aber daß es nicht so,
[sondern] daß er mir immer
mißfallen biß ich nun loßgebrochen dice-
bam sehe sie sie darauß, daß ich
alß ich hergekommen [gebethen] si solle sie ein-
mal zu Gast haben; damit
sie nicht meynen daß sie [mit?]
[wüßten] auß dem hausse bleiben. Negabat
& [dixi] semel errasse ut tunc di-
cenda falsa aut nunc.
Flebat
schalte v. lachte in einem odem wie alle närrische verliebte
weibsleute, fluchte auch [dann] v [wetter]. [Varium
& mutabile semper femin.]
Jch sagte ihr alle ihre [Streiche] herauß vor
v. Nachmittag v. sie
war sehr gifftig; Sagte mir ich habe im hauß nichts zu
befehlen
sie komme zu meiner Mutter nicht zu mir cum abiret à meridie.
Meridie edi haberbrey, leberwurst, Kalbsbrust. etwas Kuchen.
sehr wenig
zusammen ob rixam. Bibi 2 gl Wasser, 1 gl wein.
Nach dem essen inguinis d.
pressio. Borbor. tormina flatus foetid.
im eifer da die Natur geschäfftig
war egessi faeces 1) subspiss.
2) subten. luteas hernach, war ich frölich
& cessabant tormina.
Mucus ex inf. & larynge pulposus, larynx asper
muco rejecto
v. vom vielen reden.
Nach dem essen gieng Stierin in dem
Putz der Rebecca zu trotzen hierher zu
ihnen v. wolte mit ihnen
expostuliren. Dicebat sie [wäre?] von ehrlichen
Eltern |: pater war ein
hurer ward abgesetzt, soror est mere-
trix :| ihre Kleider seyn bezahlet,
ich habe sie eingelappt, da
Fende ihr darauff sage was sie redete, v. alß
sie viel zancken
wolte sie bey dem flügel der thür hinauß führte v. sage
sie sey eine [wasch-]
hafftige Frau, der weiber schmuck sey still v.
verschwiegen seyn, v. sie
sey ihrem Mann keine Ehre. Rebecca dicebat
sie
gebe keinen [leuten] |. dedit ejus marito 22 fl saget sie hatte
ge-
glaubt es ey besser angelegt alß sie es gesehen :| die stoltzer
wären
alß sie, v. wäre ihres staats v. hoffarts müde. Dicebat
Stieria
vor alle ihre Wohlthaten, sie sey ihr keinen danck schuldig; illa
dixit;
[stierin] solle sich schämen.
Rediit statim stierin floge recht über die Gasse. War entsetzlich Gifftig
wie furibunda
[verstellte] ihre [Geberden]. Hiesse alle separatisten v. auch
mich mit
schelme v. diebe, Canaillen, betrüger, sonderl. fenden,
den sie einen
schelmen hiesse mit Rebecca sienr hure seiner Canaille.
wolte daß die
Apologie nicht geschrieben wäre, er sey ein Spitzbub der fende
daß er ehrl.
Leute wolle die thür weisen. Dixit fendio das können
die bauern in [Merlau]
auch. Sagte sie übergebe alle separatisten
dem teufel. Sie wolle sich ihnen
zu gefallen nicht ändern v. den Sammet
v. Seiden ablegen, bezahlte nichts
ihr. Wolle ihren Mann [Vermögen],*
so er es thun wolle, er solle
gegen fenden schreiben, solle ihn recht ab-
mahlen, solle zu den
harmonisten übergehen.
[Ergänzungen des Schreibers]
* dicebam
ihr Mann
sey kein herrgott
[Editorische Anmerkungen]
* " schmarotzer, falscher freund, der nur um der suppe willen freund ist:" (DWB Bd. 20, Sp. 1236)