<2.4.1763>
facta [man?] et
[?]. Malum
omne ex meo et
tuo.*
divinis
quibus coelum finis
communia omnia,* nihil
proprii,* quia omnia à
Deo
accepta ferunt*
cui reddanda ratio
dispensationis,*
qui dat ea et aufert
ex placito suo
semper optimo et
justissimo ex amore
infinito in hominem*
ex quo hominem
magis quam homo
a-
mat semet.*
vid. Juvenalis:
Charior est Diis
homo quam sibi!*
nec amor Dei capi à
nobis potest ratiocinio*
sed sola practica per-
ceptione et
experientia
viva,* sic et
reliquae Dei
perfectiones,
sentiuntur à nobis
non capiuntur un-
quam quia infinitae
et ultra nostrum
captum qui sumus
finiti.
*
[Editorische Anmerkungen]
* Alles Schlecht kommt aus dem Meinen und Deinen.
* den "Göttlichen", denen der Endzweck der Himmel (ist)
* ist nichts Eigenes
* weil sie alles als von Gott Empfangenes ansehen
* dem die Art und Weise des Schaltens und Waltens zuzuerkennen ist
* der dies gibt und nimmt nach seinem besten und gerechtesten Willen aus unendlicher Liebe zum Menschen
* aus der er den Menschen mehr liebt als dieser sich selbst.
* Teurer / Lieber ist der Mensch den Göttern als sich! (Vgl. Juvenal, Satire 10, 350: "carior est illis homo quam sibi")
* und die Liebe Gottes kann von uns nicht erfasst werden durch Berechnung
* sondern allein durch diese tätige Aufnahme und lebendige Erfahrung
* und so werden die übrigen "Vollkommenheiten" Gottes von uns erfühlt, niemals erfasst weil sie unendlich (sind) und jenseits unserer Vorstellungskraft, weil wir begrenzte Wesen sind