Er soll einmahl wie Eu-
genius Sabandus*
woll
Gallis* dienen haben
wollen,
at directio Dei
hunc magnis donis
instructum Germa-
nis
dedit,* quorum
causa bona est.*
Viennensium et Gallorum
reliquorumque Com-
plicium pessima.*
Bona Ferdinandi
causa, cui Deus fa-
vet,
tuetur : |*
Herr Lind an der Borngasse
hat nun
bey sich einquartiert
einen Hauptmann vom Reg<imen>t
Saarbrücken Müller
nomine,* der ein Fieber hat
isst wenig nahrhafftes
aber trinckt
jussu me-
dici Galli* qui
contraria ordinat
et
contradictoria*
naturam non
sapiens*
quae contraria et saltus
non facit nec fert et
patitur*
trinckt aber sehr starcke
brühen so sehr
nahrhafft
von Rindfleisch Kalbfleisch
aliis carnibus.*
Inedia si febris
curari
debet,* novum
metum per juscula
multum nutricentia
escari non
debet.* Curant ex praescripto,*
wie ein handwercker auf
seinem*
[Editorische Anmerkungen]
* (Evtl.:) Der Feldherr Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736)
* den Franzosen
* aber die Richtung Gottes gab diesen mit großen Gaben ausgestatteten den Deutschen
* deren Sache gut ist
* (Die Sache) der Wiener und der Franzosen und ihrer übrigen "Komplizen" (ist) die allerschlechteste.
* Die gute Sache Ferdinands, dem Gott gewogen ist, behauptet sich
* mit Namen
* auf Verordnung des französischen Arztes
* der "Contraria" (Gegensätze) anordnet und "contradictoria" (Widersprechendes)
* weil er die Natur nicht versteht
* die Gegensätze und Sprünge nicht macht und bewirkt und duldet
* von anderem Fleisch
* Fasten wenn Fieber kuriert werden muss
* neue Furcht darf nicht durch sehr nährende Brühen gespeist werden (?)
* Sie kurieren nach Vorschrift
* (am linken Rand:)
In Vulneribus
[sclopetorum]
suppartis e<xenpli>
gr<atia>
vomitoria, purgantia dant, pus in
sanguinem contrahunt unde multi febribus
lentis obeunt. (Bei Wunden (?) geben
sie zum Beispiel Brechmittel, Abführmittel, sie ziehen den Eiter in das blut,
woher viele an langsamem Fieber sterben).