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tsrnehmen, sondern mengen wieder zurück. Vorgestern ist mit 14 blasenden Postillons die Nachricht von der Urbergobe Cassel emgegangen, und heute ist deswegen ein Maliges Frcudcn- fetier von unserer Armee gemacht worden. Die Besatzung har euren freyen Avzug erhalten. De. neu Offit'.ers und Gemeinen ist ihr Eigenthum gelassen worden,- alles aber, was dem König in Frankreich gehört,- nebst' Arül.'eric und Muni­tion in unfern Händen verblieben.

Hannover, vom 8. Nov.

Vsrgestern Morgen trsf allhier der Hr. Ma­jor Graf von Oeynhausen, als Courier von der ArnreedesHerzogs Ferdinand mir der Nachricht von Eroberung Cassel ein. Gedachte Skadt ist nun von denen Regimentern Behv, Prinz Cstrl, Schulenburg und einem Hessischen Landdatail- lonbesetzt/ und der Hr. General Major vonAh- lcfcld ist zum Commendanten darinnen bestatt. Ein Hopital Ambulant ist auch bereits von Fritz­lar nach Cassel, und ein anderes nach Münden verlegt. Von letzterem Ort wird auch viel Fou- rage und Vivrcs auf der Fulda transportirt. Am 4 ist das ZanzeBclagerungs-Corps meistens nach Ziegenhayn ausgebrochen. DicGrenadierS sind zum Lucknerschen Corps marschirt. Man will sagen, der in Cassel gewesene Lieutenant de RoiHerrAmetrot sey währender Belagerung geblieben.

Rieder-Elbe, vom 10. Rov.

. Rach denen jüngsten Berichten ausMietau ist. daselbst alles in der größten Verwirrung. Die Parthey des Herzogen von Biren nimmt täglich zu, die meisten Sachen bleiben gänzlich darniederliegen, und was noch unier dem Na­men des Herzogen Carl ausgeferkigr wird, fin­det grosse Schwierigkeit in der Vollstreckung. Dle Regierung und der Adel sind in drey Fattklmen gelheilt. Einige hangen noch öf­fentlich dem Herzog Car! an und vcrtheidigen dessen Gerechtsame dadurch, daß Sie sich auf die wrdenllich beschehcne Wahl und Ge demselben enheilte Jrwestitnr berufen. Die andere Faetion s^us Anhängern des ehmah. ligen Herzogen Johann Ernst von Biren be­steht, ist die stärkste und dürfte bey weiteren Anwüchs wo? die Oberhand oewmneu, wann nicht eineAendrung in denen Gesinnungen des Rußischen Hofes denerrSachen eine andere Ge sialk giebt. Die dritte Gattung Faetion besteht Ms Leuten-, so deuon Sachen arinoch ohnschlüf-

sig zu sehen und die rermuth'lich m G'.dD den Mantel nach dem Winde dangen werden.. Der Duc de Biren wird allemal noch wogen­der von dem König und der Republic Pohlen abhangrnden Investitur Schwierigkeiten genug finden. Von Kiel vernimmt man, daß der dasigcn Regierung der Todesfall des Czaaren Peter in. noch nicht einmal förmlich nolchcirt worden, und caesttbe sich deswegen in Verle­genheit bchande, da ein Thett Geistliche noch immer in dem Kirchmgebet sich des vorigen For­mulars bediene, so man jedoch seither dahin übgeändert, daß nur überhaupt für die Lan- dceherrschaft gebetet wird.

Preußischer Bericht von dem was seit den 29, Ott ober in Sachsen vorgefallen, vom rv November.

Den Z r sten Oct. wurde die Armee des Prin­zen von Stoliberg durch 5 Regimenter verstär­ket, so einen Theil desDetafchementSausmach- ten, welches von der Armee des Feldmarfchalls Daun unter Anführung des Drinzen Albert von Sachsen an gelanget war. Den isien Rov. be- sezte der General Graf Neuwied das Lager von Schlettau und den KatzenMusern. Der Ge­neral-Lieutenant von Hülsen stieß denselben Tag mit seinem Corps zu der Armee bey Freyberg. Den 2ten marsch!erle dev General-Lieutenant von Platen mit einem Detaschement von der Armee, und nahm sein Lager vor dem Dorfe Chemnitz, in der Flauque der feindlichen Ar­mee bey Frauensiein. Der General Kleist, wel­cher ein besonders Corps romMandirle, ftzte sich heyDöttnkha!. Den zten ließ derPrinzHein- rich ein Corps zwischen Bobritsch, Süsselbach und Burkersdorf v orrücken. Der Genera! Graf von Reuwied schickte etn Detaschement gegen Neukirch, um die Bewegung der Armee der Ge­nerals Haddich zu beobachten. Der General- Lieutenant vonPlaten machte eine 2!ccegnoffi* rung längst der Mulda, und verjagte von da einige Truppen, welche der Feind dahin gesie­det hatte, um die Passagen, wo am leichtesten dutchzükoinmcn wäre, zu veethoidigen. Der General Kleist drung denselben Tag durch Ein­siedel in Böhmen ein, lamgte mit seinem Corvs- bey Bur an, und ickte von da kleine Deka- schemeMs bis jenseiis der Egev. Die Nacht vom tten zum 4ten verließ der Feind das La­ger bcp Frauenstcin; Der Genera! Belling be­sehe solches alsbald, und erfuhr imNachsetzm,',