Anno 1762. Freytazs, de» 19.N0V.

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No. ;TZ.

Wien, vom vo. Nov. erKayftrin Majestät haben dem General- Feldmarschall-Lieutenant Herr Joseph Baron vonSißkvwitz das durch Abster­ben des Hrn. Generalen Grasen Joseph Cster- basi vacant gewordene Ungarische Infanterie- Regiment gnädigst zu conferiren geruht. I" de­nen Türkischen Landen wütet d'.ePeft aufkhef. t'igste, sonderlich in der Gegend Belgrad und Nissa. Man findet ganze Dörfer, wormnendie Einwohner theils verstorben, theils aus Furcht ihre Wohnungen verlassen. An unfern Gren­zen hat nran einen Cordon von Truppen gezo­gen , um die weitere Progressen dieses landvek- derblicherr Uebels gegen Ungarn aufzuhalten. Fortsetzung derKayserl Krbnuug inMoscau.

Se. Eminenz derErzbischvf vonNowgvrod verrichtete hieraus, unter Aßisien; Her übrigen Geistlichkeit die KrbnungsC?rem?me. Nach­dem JhroMajestat sich zuerst denKayserl.Man-- tei anlegen lassen, (welches fowol als die Um- hangung des Andreas Ordens von der Overhsf- meisterin, Gräfin von Woronzow, und der Hofmeisterin Narr chrin geschähe) und sodann selbst die Krone sich ausgesehsthatten, 'wurden sogleich auf dem rvkhen Markt die Eanonen ab­gefeuert, und die im Kreml in Parade ausgestell­ten Regimenter machten das erste Lauffeuer. Alle in der Nähe des Thrones befindliche Perso­nen brachten zu gleicher Zeit JhrvKavserl. Ma­jestät ihre allerunterthänigsten Glückwünsche dar, und die Kronungs Eeremonie wurde von dem Erzbischof von Nowgorod mit ebner Glück- wünschungs-Rede im Namen des ganzen Rußi- schen Vaterlandes beschlossen. Jhpp Kayserl. Majestät blieben während der Liturgie aus dem

Throne, im Kayserl. Ornat mit der Krone aüf dem Haupte, u»d den Scepter in der rechten , den Reichsapfel aber in der linkenHand haltend, stehen, und gaben solche nur während des ho­hen Amis zu verschiedenen malen an diejenigen ab- die solche auf dem Throne gehalten, und in eben derselben Ordnung zurSerte standen.Nach- dcm das Communion L-ed gesungen war, wur­de JhroKayserl.Majestät von zwey'Erzbischo- 'sen angekündiget, daß zur Salbung alles bereit wäre. Jhro Majestät nahmen hierauf die Kro­ne ab, und gaben dieselbe svwol als den Scepter U!7d Reichsapfel an diejenigen, die solche vorher gehalten, und mit denselben bis zum Altar vor- traten, selbst aber näherten Sie sich mit der größ­ten Andacht zur Salbung, welche der Erzbi­schof von Nowgorod verrichtete. In diesem Au­genblick wurde abermals in der ganzen Stadt mit allen Glocken gelautet, auch zum zweyken- mal, nach Abfeuerung der Canonen von den Tr uppen ein Lauffeuer gemacht. Sodann tra­ten Ihro Kayftrl. Majestät ganz allem in das Allerheiiigste, empsiengen daselbst als Monar­chin unter bcyderley Gestalt die heil. Cemmus nion, und begaben Sich, nach verrichteter Danksagung gegen Gstt, mit der Krone auf dem Haupte und dem Scepter und Reichsapfel in Dero Händen, nach dem gewöhnlichen Kir- chenstand der vengm Rußischen Czaaren, all- wo Ailerhbchffdieselben bis zum Beschluß des Gottesdienstes blieben. Mittlerweile stellte sich die ganze Proce§ion wieder in die vorige Ordnung, und da Ihro Majestät in dem Kay- serl. Mantel mit Krone, Scepter und Reichs­apfel, nach altem Gebrauch, bey den Gräber» Dero Vorfahren in der Cathedraltlrche des Erz-

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