Anno 1762. Dienstags, den 14.8epc. ^0.148.

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Stockholm, vom l6Aug.

0 estern wurde das hoheNamens-Fest Ihrer Maj. unserer aöcrgrrädigften Königinn, auf demKönigl. Lustschloffe Droktningholm ge- feyert, w»bey jedoch Ihr.K'önigl.Maj.und dem gantzen Reiche ein Unglückgcdrohet, wovon sie einzig und allein durch die sonderbare Gnade Gottes gertttel wurden. Cs sollte des Abends französische Cvmhdie in dem neben demSchlosse im Garten befindlichen Comodienhause aufge- führet werden, wodcy, nebst IH.Kdnigl. Maj. und der König!. Familie, in Betracht derFeyer- lichkeit dieses Tagest, eine gross Menge Zuschau­er gegenwärtig war. Aus einmal entstand ein Lärmen, daß Feuer wäre, und einen Augen« bliF nachher stand das ganhe Theater mir sämt­lichen Deeorarinnen in derFlamme. DasFeu- er nghm sehr geschwind überhand, daß an Aus- lbschen nicht zu gedencken, sondern ein jeder be­dacht war,wie er sich retten möchte. Ihre Ma- jeft. welche Achr auf die Sicherheit und Ret­tung ders theurestenKinder, derKönigl. Prin­zen und Vrin;eßinnen, wie auch dero ttmertha- nen, bedacht waren- als auf dero eigenen, ver­späteten sich dadurch, daß sie nachher so gut, als mitten durch die Flammen beym Heraüsgehen dringen mußten, wobey dec allmächtige GOtt seine Hand ü"er ihnen hielt, daß sie keine wei­tere Beschädigung, als an ihren Kleidern,litten. Das gantze Hauß ist theils verbrannt, theils niedergerissen, wobey z Personen sollen umge­kommen, und verschiedene beschädigt seyn, da­runter dennoch, so viel bekannt ist, keine von Distinction. DasFeuerist durch Verwahrlo­sung eines Mahler Irrngens der Terpentin ins Feuer kochen ließ, entstanden.

Ms dem Hauptquartier Sr. Durchl. des Herz. Ferdinands Ulrichstein, vom 27 Aug.

Die Armee schoß vorgestern Abend wegen des

Sieges Sr. Preußischen Maj. Mctorir. Ge*

stern marschirte ste, obgleich in beständigen Re^ gen, hieher. Se. Durchl. der Erbprintz rückten den22te» in 4Colonnen über die Obm, und delogirten den General Levi von Atzenheim, der alle seine Bagage im Lager zurück ließ,in welchen die unsrigen eine Menge Packftrde mit Gerathe erbeuteten, und 100 Gefangene machten. Den 2Z wollen Se. Durchl. der Erbprintz den Printz v. Sonde in seinem Lager bey Grünberg attoqui- ren, dersichaberauf Gießen retirirte, den der Erb Printz mit der Cavallerie verfolgte, die In­fanterie das feindliche Lager bey Grünberg neh­men ließ, und mit der Cavallerie hernach auch im Lager einkraff, da unterdessen die Feinde sich weiter nach Lich zogen. Se. Durchl. sind den 24ten vonGrünberg cmsgedrochemum den Feind von Lichzudelogiren, der auch auf Grümngen gegangen war, und auf die Erscheinung der unsrigen auch von da decampirte und dreNacht unterm Gewehr stehen blieb, da indessen unsere kickteTruppen ihm die Nekirade auf Butzbach unsicher machten,und derErbprintz dieNacht auf demPfassen-Felde gegen denFeind edcnfals stehen blieb,und selbigen bestmöglich in qmetirte.' Den 25. Morgens berichteten des Erbprintzeu Patrouillen, daß die Condische Armee noch die Nacht wirckiich rechter Hand Friedberg zurück« gegangen sei); die leichten Truppen hatten Se. Durch!, sogleich den Feind nackgesandt, und

Grüningcn occupiren lassem und walten hi-rauf auf den Höhen jenseits Grüninqen gegen Gies­sen das Lager beziehen, und zu dem Ende eine» Ingenieur, nebst einem DekaLchement datun sen­den, welche aber sogleich berichteten, daß sch die

feindliche Arriergarde hinter einer kandwebr fsrF mirt hatte, daher Se Durchl. der Armee f>dre gaben, sich der Hohe zu bemeistern, uvd dre Fein­de aus der Landwehr zu vertreiben Kaum waren unsere Borposten auf der Höhe angelangt, alS die Hrautzosea aus der Landwehr mit grobe»