Nachricht
von des
Herrn von Uffenbachs
Reisen.
^H^eisen/ die uns den Zustand fremderLänder als gegenwär- rF L tig vor Augen stellen/ und uns auf unserer Studierstube eine genaue Kenntniß von entlegenen Königreichen und Städten, ven ihrer Religion und Regierungsart, von ihrer Gelehrsamkeit, Künsten und Wissenschaften auf eine angenehme Art ertheilcn, gehören unter diejenigen Schätze der Gelehrsamkeit, die zugleich auch würcklichen Nutzen und Nachahmungswürdige Vortheile verschaffen. Die Welt kennet den Werth solcher Beschreibungen, welche ein scharfstchtiger und bey allen Umstände» aufmerksamer Zuschauer macht. Man weiß, mit was ungemeinem Beyfalle, die neuern Muster, die wir in dieser Art gelehrter Arbeiten seit einiger Zeit bekommen haben, ausgenommen worden. Die grosse Begierde, mit welcher eines grundgelehrten Keyslers Reisen nach Italien und eines noch lebenden vortreflichen Gmelins nach Sibirien ausgenommen worden, giebt hievon ein unverwerstiches Zeugniß, wie sich der gute Geschmack auch in diesem Stucke in neuern Zeiten ausgebreitet. Und wem kan unbekannt seyn, wie alle diejenigen
geogra»