Seit 6. bade« m einen beständigen Regen « eriLsetzlrche Ungewitter, welche das Volck sehr beunruhlger. Margen werden wir die noch übrige wmge Reutherep, wegen Mangel der Fourage, riacher Franckreich zurück senden.

E«n anders aus Nizza/ den zo.Sept.

Wir lregcn noch immer still, und allem Ansehen nacy werden wir bis auf den künftigen Feldzug in dieser ruhigen Stellung bleiben. Indessen dörften wir dennoch einige Bewegung machen, falls man feindlicher Seits die Belagerung von Vintimiglia noch vornehmen solle. Der seit 8. Lagen anhal. Lende starcke Regen hatteeinen Lheil von unser Dar- Drücke weggeriffen. Der Herzog von Richelieu nnd das Regiment von Brie, sollen bereit- in Ge. mra angelangt sepn.

Stockholm, den zOctobr.

Ein Mitglied des Bauern-Standeshateinam, Nies Memorial an behörigen Orten insinnirt, und darinnen daraufgedrungeri, daß alle diejenige, wel, che nichtpatriotischgesinnetwären, examiniret, ge- »rtheilet und gestraffet werden möchten. Da nun solcher Res Fafti sind, so wird es freylich eine ge. nauere Discußion erfordern, bey welcher dann die. Wenige, welche das gemeinschafftliche Interesse un- fers allgemeinen Wesens nicht von der rechten Sei. Le angesehen, eben nicht frei) durchgehen dürfften. Die hießg« Zisch«v«v 'Compagnia t>t dem Publicv Fundgethan, daß, nachdem der Geber alles Guten, dieselbe mit einem, in Proportion der Ausrüstung, gar ansehnlichen Hering-, und Cabeljou-Fang geseg­net hatte, und man gesonnen wäre, irn nächstkünff- tigen Jahre die Anzahl der Fischer- Fahrzeuge, so. wohl in der Och alt Nord-See zu vermehren; Als würden nicht nur die respective Interessenten, wel­che bereitsLosse in derCompagme genommen, erin. nett, solche zu completiren, sondern auch andere für bas Reich Wohlgesinnte eingeladen, mit der Kompagnie zu intercßiren, und gegen Provucirung derindenAssociations Regeln vvrbehaltenen Ban- co-Attesteu sich zu subscribiren, damit die Direction ihre, in Ansehung der künftigen Fischerey- Expedi­tion zu machende Anstalten, nach der Anzahl der Interessenten möge emrichten können.

Dreßden, den s.Oclobr.

Die beyden Königlichen Prinzen, Xaberiusund Earl, sind am Mittwoch nach Hubertsdurg gegan­gen , um dem hohen GebnrtS-Jest Seiner Majestät DcS Königs, welche morgen in das fL.Jahr Dero Alters tretten, beyzuwohlien. Sonsten verlautet, es solle die den denen Crapß- Truppen abgängige Mannschafft wieder ergänzet werden, und es scye dahero an alle Gerichts - Obrigkeiten der Befehl ex»

gangen, die Mannschafft darzsi auSzulesen, jedoch aber mit der Abgabe an bie Capitains bis aus wer- tern Befehl anzustehen.

Mayland,den 7. Oclobx.

Verwichenen Mittwoch wurde das Namens» Fest Ihro Kayserlichen Majestät auf das feyerlich» sie begangen. Diejenige Regimenter Infanterie und Cavallerie, welche zu Bedeckung des Herzog- thums Placenz detaschirt worden, haben noch nicht über den Po setzen können, indeme derselbe berge» stalten angewachsen, daß man keine Schiff - Brücke darüber hat schlagen können: indessen besitzen die Feinde einen guten Lheil dieser Provinz. Dieser Tagen entstünde zu Genua ein solches Unqewittek von HaqetundBlitz, daßalleFenster zerschmettert, viele Häuser beschädiget, und die Erd Früchte gäntz, lich verderbet worden, wodurch der Mangel anLe- benS-Mittel gar sehr vermehret wor den. Man hat einen König!. Sardinischen Con.miffarlum in das Schloß von Lvrtona festgefttzet, weicher mit denen Feinden i« so gutem Vernehmen gestanden, daß ex zu St. Sebastian, in dem Land Bobbio und anders» wo durch König!. Befehl die Einwohner genöthrget, sich mit Proviant und Fourage zu versehe», wel. ches d e Funde knrtz hernach abgeholethaben. So­dann wird hier ein Kayserlicher Offieier, der unter demCommands des Generalen Nabast! gestanden, aühiergerechkftrtiget, welcher mit denen 4. hier be« findlichen Genuesischen Geiseln in solcher Verständ» nüß gestanden, daß er sich ihrer Brieffen nach Ge­nua beladen, und ihnen die Antworten wiederum zngefertiqet, dessen Namen wurde in denen Schuss, ten der Gefangenen entdeckst, welches Anlaß gege« den, denjelben zur Verantwortung zu ziehen.

Brüssel, den 8. Octobr.

Die Cavallerie des Königlichen Hauses, so eine Zeitlang in dieser Nachbarschafft cantonniret, hat sich heu! auf den Marsch nach Franckreich zurück begeben, die Gendarmen werden lhr Winter. Loge­ment zu Lhaions an der Marne nehmen. Die Ar. mee des Marschalls von Sachsen campiret seit ge, stern zwischen Tirlemont und Löwen, und stehet be­reit, sich zu separircn, bey entstandenem Gerücht aber, daß der Herzog von Cumberland, welcher nach dem Französischen Abzug von Tongern sich mit einem Thcil seiner Armee dahin posiiret, mit 10 . tausend Mann den Marschall von Balhiany zu vex, siarcken, und die Franzosen zu Bergen op Zoom oder in der Gegend anzugreiffen abgehen würde, dürfte gleich gemclte Separation wohl unterbleiben, und besagter Marschall zum Graf von Löwenthal stoffen müssen.