Nur einen Tag zuvor willt du dich selbst verkennen,
Und gibst ein jämmerlich Exempel in der Stadt,
Da in dem Neben-Haus die Fackeln sollen brennen,
Dle Lunckens Fanden- Lag darzu veranlaßt hat; Und da Heil, Glück und Stern ms Haus des Grerns soll kommen,
Hat in dem halben Mono dein Leben abgenommem
Ach! da jetzt unsre Schul will nach Gesängen langen,
So kommt ein trüber Taggrad in dieWeyhnachts-Zeit. Ach! wird das Kirchen-Jahr mit Blut dann angefangen!
Der Tag, daran man sich auf Christi Zukunfft fteut. • Ach! da uns JEfus will bey beyden Händen fassen,
Soll Er sich wiederum aufs neue creutz'gen lassen.
Ach! daß du deine Ebr wlltst ftlbst in Staube legsn, * Da gar dieHöll denI)ftü legr aufdreSehn vor dich. ** Ach! daß Vermessenheit dich suchte zu bewegen,
Die deinen armen Tod befördert jämmerlich.
Ach! daß der Augenblick und die Minut verschwunden,.
In der kein guter Geist bey dir sich emgefmrden.
Was zagte dann dein Sinn? Nicht gegenwarfge Zeiten, So Ml ich mercken muß, sind Schuld und Ursach dran: Man mochte gerne ja dich allenthalben leiden,
Du trassest gute Pfleg und Unterhaltung an.
Du durjstest Mangel nicht, so läßt sich gut studiren! AnHolz,Geld,Dach undFach,Buch,Bett undKleide spüren«
Vielleicht hast du geirrt, mit sonderbaren Kräncken Und Eifer, daß du recht in deiner Seel erbebt,
Auf so viel Jahr hinaus, auf künsst'ge Zeit, zu dencken;
Alleine, wüstest du, ob man noch morgen lebt?
Der einen grossen Tsscd bereiter in d-r Wüsten^ *** Kan der nicht mir und dir das arme Leben fristen?
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