Ich kunte meinem Ohr um so viel minder trauen,"

Je mehr ich mir sogleich sein Leben stellte für:

Mein Rothlauff-Auß ließ sich aufeinmahl wieder schauen'. Den ich wohl zweymahl jetzt in meinem Beine ipür; Dann da die Schmerzen mir sind halb und haiv vergangen. Hak ihre Regung sich frisch wieder angefangen.

Sollt Zöllner, siel mir ein, bey seinen schönen Gabca, Bey ftinem milden Geist und niedettracht'gem Sinn, So widerrechtlich sich, so schwer vergangen haben?

Das wird ohnmöglrch seyn, da wolle GOtt nicht hm! Cr wird dem Löwen nicht, vor dem wir alle beben,

Jbn zum erwünschten Raub in ferne Zahne geben. *

Allein, da kürzlich drauf noch andre Boten kamen,

Und gar die Dritten sich mir leider! stellten ein,

Daß meine Ohren viel und gar zu viel vernahmen,

Da wollt mein Geiste todt, wie Jacobs Geiste, seyn, Bis ich mich starck gemacht, so viel die Krafft gewiesen, Aus Herz-betrübter Seel diß Klagen auszugiesen:

Ach Zöllner! daß du nicht auf GOtt es wollen wagen. Ach! hättest du getrost, wann aus-der Angst-Schweiß

brach,

Mt jenem Zöllner doch an deine Brust geschlagen ** Der auch viel innerlich gelitten haben mag.

Ach! warum zeigte nicht die Demuth die Geberde,

Daß GOTT dir armen Kind und Sünder gnädig werde.

Du lasest, was ich jüngst vom Selbst-Mord niederschriebe, Das, wie du selbst bekandt, dir Thranen ausgepreßt; War dein Verhangnuß dann, daß deinen guten Triebe Ein böser Eltgel jetzt auf einmahl sincken laßt?

Du hast gebilliget mein drauf gemacht Verfassen,

Und hast dich für der That doch selbst nicht warnen la

* Md. 7.' ** Luc. jg. r, rz.