Du hast bey einem Jahr Dich meiner kehr bedienet,

Da eine fremde Sprach dir machte viel Begierd;

Ich hörte nie ein Wort, des sich dein Mund erkühnet, Das nicht die Siüsanrkeit zum guten Grund geführt.

Da ich auf dich so oss mit meinem Finger wiese.

Wann ich die Sanssmuth selbst gar deine Schwester hiese.

Du sogest in dich ein der Weisheit schönstes Golde,

Du fragtest nach der Quell, war nicht das Wasser klar;

Ich wüst nicht, ob ich dich den Menrsr heissen sollte. Wann <Ldnm;qui' dir ans Herz gewachsen Ivar.

Es war, als ob in dich sich neue Krass versteckte,

So bald Minerven Schild den jungen Helden deckte.

Ich sah dich össers an mit äußerstem Vergnügen,

Ich hörte vielmahls dir mit viel Ergötzen zu:

Ich sah die Gracien auf deinem Antlitz liegen,

Nur dieses störte mir ein wenig meine Ruh:

Es kam mir immer für, das mich dann aber quälte,

Daß dir ein frrud'ger Geist in deinem wesen fehlte»

Was wird dein Jonathan, dein Adelbulner , sagen, Wann er vor dich, wie ich, den starcksten Schmerzen fühlt;

Der dich an seiner Hand wie einen Ring getragen,

Und dich vor seine Aerd und vor sein Leben hielt;

In dessen Gegenwart, wie kürzlich, so vor diesem

Du viel Geschicklichkeit so oss erweisen müssen.

Was nur dein Auge sah, das in die Ferne gienge,

Das in so mancherley sich niemahls doch sah satt/

Dem dachte nach dein Kopff, der gleich Bericht empfienge. Das alsobald die Hand dann nachgekünstelt hat.

Du bist in omnibus, man darffes kecklich lesen,

Und in so mancher Kunst ein aüquid gewesen.

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