c*o
Men/und wieder die Seelen-Krafften zuftreiten: Denn die Eigenheit \ft seine eigene Speise und Unterhaltung im Menschen; darum/ sa wir unsere Eigenheit überwinöen/und in Gott gelassen/ so haben witalle unsere Feinde überwunden. DieElge»cheit führet auf den Berg der Aufble- hung und des Hoffarths. Die Eigenheit murret wider GOtt/und lernet die Drachtsche Selb-und EigenheitischeSpracbe/ das Mein und Dein. Die Eigenheit ist die Hölle selbst/ und ein Ort der uner;attl,ch und nicht zu erfüllen ist/ davon BerriWdus gejaget hat: ln der Hölle brenne nichts den Eigencheit/darüin gelM aus der Eigenheit/ so habt ihr keine Hölle. Die Eigenheit suchet dasLeben und Seelezu erhalten/ und verlieret sie. Die Eigenheit scheidet GOtt und den Menschen voneinander/ denn Gott hasset nichts mehr als die Eigenheit/ welche allezeit als das Nein mit dem Ja im Streit stehet.- Der Eigenwille/oder die Ebenheit ist verkehrt/ und wo die Etgenheit in der Seele herrschet/ so tstGott nach seinem Reich der Liebe verkehrt/ und kan sich nicht mit uns vereinigen. Ja die Eigenheit der Menschen ist das aller- schadltchste Thier/fo wider Gott streitet/ und sich an GOttes Stelle sthet/ denn es sähe gerne/ daßsichGOttthm mit allen seinen Himmlischen Gütern ergebe/und fichvon ihm beherrschen ließ. Dieses wüste der theureste Heyland wohl / darum/ als er seine Jünger aussand te/Wunder zuthun/ Krancken gesund zumachen/und die Teuffel auszutreiben / gebot er ihnen dieEigenheit zu vermeiden gar theur/ wenn er Luc. 9. sagte: Ihr jolr nichts mit euch nehmen aufden weg/weder Stab noch Taschen/ noch Brod/noch Geld/es soll auch einer nicht zwey Röcke haben. d.t.l Ihr sollt aufdem Weg der Gelassenheit/ darauf ich euch jetzt sende/weder den Stab der Eigenheit/noch die Taschen der Vernunfft/ Uberlegung/oder Eigenwillens / noch das Brod der eigenen Begierden / noch das Geld der eigenen Gedancken mit euch nehmen. Ja ihr sollt auch nicht zween Rockes als den Rock des innern verborgenen Menschen des Her- tzens/und das äussere alteAdamische Kleid haben/eines muß ausgezogen/ und das andere an gezogen seyn : Denn ein Lamm/in dessen Eigenschaffr ich euch jetzt aussende/hat nichts eigenes vor sich/und nur em Kleid; Also - auch ein wahrer Christ muß durch die Gelassenheit/ das alteAdamische Kleid ausziehen / und hergegen in dem Willen Gottes / das unbefleckte Kleid der Gerechtigkeit des inneren Menschen anztehen: Denn nicht durch unser eigen Macht werden wir als Krancke gesund/ und alsBesestene vom Satan defreyet: Sondern durch Christi Geistes Krafft in unserer Gelassenheit