Der Sächsische Officier konte kaumimSchre- cken den Degen in die Scheide stecken/ begab sich eilends wieder hieher, und als e> seinen Wirth bezahlet, nach Harburg. D.r Ent. leibte aber ist in dem Kirchhof zu Altoia beer- diget worden. Selbiger hat sonsten immerzu eine starcke Börse, sodann eine goldene Repekir, Uhr und Tabatiere geführet, man hat aber nichts dergleichen mchr bey ihm gefunden, woraus man mukhmasset, er müsse auf dem Feld von den Bauern ausgeplündert worden seyn. Zwey andere CavallicrS, die man im Verdacht hat, als ob sie die Secundanten bey diesem Duell ge. wesen, sind in Verhasst genommen worden.
Paris, vom 9. Mertz.
Die Depukirten derer Stände von Langue. doc haben bey dem Könige umAudientzange. halten, Se. Majestät aber haben ihnen solche abgeschlagen, und wollen, daß dieProvintz La«, guedoc eben so, wie die andern Städte Dero Königreichs, den 20. Pfennig oeben sollen.
Altona, vom 1 r. Mertz.
Durch das gestern entstandene Donnerwet. ter ist auch hiesige Stadt in keinen geringen Schrecken gesetzet, denn cs schlüge auch der Donner allhier wie auch in eiaem nahe an der Elbe liegenden Dorsse ein/ eswar aber ein kalter Schlag, der nicht gezündet.
Wien, vom n. Mertz.
JhroKayserl. Königl. Majestät haben ent. schlossen Dero Hervorgang an dem hohen Ge. burtö.'Lag des Durch!. Ertzhertzog Joseph zu halten. Sonntags haben Se. Majestät der Kayser dem Gottesdienst in der Hof-Capelle
sten nach München von hier nächstens abzure sen. Sodann aber zur Fortsetzung seiner Für ction bey dem Fränckischcn Creyö nacher Nücr berg zu retourniren. Inzwischen wird die letz hin berichtete Abreise des General Graf vo Colloredo nacher Turin alltäglich vermukhei Uebrigens vernimmt man aus Brüssel, daß de Printz Carl von Lothringen Genecal-Gouve, neur im April auf einige Monathe allhier ar kommen werde.
Haag, vom 12. Mertz.
Vorgestern ward das GebuhrtS.Fest de Grafen von Büren, und der Printzeßin Caroli na auf dem Schloß zum Bosch mit dem grö sten Pracht begangen. Selbigen Tags erho sich der Herr von Berkenrode/ ernannter Am bassadeur der General-Staaten an den König lich.Frantzösifchen Hof, in die Verfammlun Ihro Hochmögenden,wo er feine Verhaltungö Befehle empfieng, und zu gleicher Zeit von die fer hochansehnlichen Versammlung sich beur laubte. Dieser Minister wird mit Auögam dieser Woche nach Amsterdam abreisen , uni nach einem 8. tägigen Aufenthalt daselbst, mi feiner Gemahlin die Reise nach Franckreicj fortsetzen. Das in der Nacht vom9ten auf« ro. dieses entstandene Wetter hat besonders ii Nord-Holland grossen Schaden gethan. Eii Donnerschlag setzte unter andern den Haupt Thurn der Stadt Horn in Flammen,welche di gantze Spitze verzehrete. Eine in selbiger Ge gend gelegene Wasser.Mühle ward durch glei ches Unglück in die Asche gelegt: UndzuZaan dyck verbrannte ebenfals eine Papier-Mühls
mit der gantzen Suite beygewohnet, und ver. worein das Wetter geschlagen hat, bis auf dei
fchiedene Äudienzien ertheilet. Gleichwie die Conferenzien über die innerliche Landes. Ange legenheiten ihren gewöhnlichen Fortgang neh
Grund. Anderer Unglücks Falle zu gefchwei gen; dergleichen auf der See verschiedene ge schehen sind. Von Surinam vernimmt ma«
men, so verlasen nicht minder die vorfallende! unterm io. December vorigen Jahrs, daß di auswärtige Staats. A ssaireS dergleichen Mini- Schwartzen, deren man in den Plantagen sel sterial-Deliberationen,und werden dieResultatS j biger Colonie sich gebrauchcte, einen Aufstan! sofort an die Gehörige abgefertiget. Dieser «erregt haben,welcher aber keine verdrießlicher
Tagen ist der Kayserl. Minister Herr Baron von Wiedmann auö Mähren zurück eingetrof» fen, und erwartet Vermahlen seine InstcuckioneS
an dem ihnen conferirten Gejandlschafftö Po.
Folgen nach sich gezogen hat.
Erlangen, vom i2. Mertz.
Gestern Abends sind des Herrn Marggra fenHochfürstl, Durch!, nebst Dero Gemahl«
Königl