Num. Ilf,

12. Woche, Freytags den 2v. Mertz 1750.

Mayland, vom z.Mertz. ^AHbgleich während letzterm Krieg das Her- zogthum Mantua dem Herzogthum Mayland einverleibet, und aus densel­ben ein einiger Staat gemachck, auch die Man- tuanische Stände bemüßiget worden, den Se. nat zu Mayland für das höchste Appellationö, Gericht zu erkennen; haben glcichwohlen Ihro Kayserl. Königl. Majestät auf das vielfältige AnsuchenderMantuanifchen Stände, für gut befunden, dieses Herzogthum von neuem von dem Mayländischcn Staat abzusondern, und dasselbe zu einem von niemand als dem Kayserl. I Hof abhangenden Staat zu erklären. Zu die. sem Ende ist hier eine von dem Kayserlichen Hof gutgeherssene Verordnung durch den Druckzum Vorschein gekommen, worin die Art und Weise der künfftighin in dem Mantuanischen zu beob. achtenden Regierung und Policey festgesetzet; und die Ministers, welche die Gerechtigkeit ver. walten sollen, die einem jeden Amt zukommende Gewalt, wie auch die einem jeden Beamten nach feinem Rang bestimmte Besoldungen ausge. machet werden, jedennoch ist die höchste Landes. Obrigkeit darin den zu Mayland rcsidirenden General- Gouverneur berOesierreichifchen Lom. bardie Vorbehalten.

Regenfpurg, vomy.Mertz.

Der Hochfürst!. Mecklenburgische Gesand. te, Freyherr von Teufel, ist den 4. dieses nach Wien abgerciftt, um die sehr grosse Zwistigkei. ten mit der Mecklenburgischen Ritterschafft vor

der angeordneten Kayserl. Hof. Commißion zum Vergleich zu bringen. Desgleichen ist auch vergangenen Freyrag der König!. Dähni« sche Gesandte, Herr Baron von Bachoff, nach Coppenhagcnabgereisct. Nach seiner Zurück« kunfft soll der BesandtschafftS-Posten am Kay­serl. Hof von ihm angetreten werden.

Hamburg, voni7.Mertz»

Zu dem letzten zwischen einem sogenannten Herrn von Derzer und einem Sächsischen Of- ficier ohnweit hier vorgegangenen Duell hat fol- ! gende geringe Ussach Gelegenheit geg.ben. Dev ^ letztere war ohniängstens auö.Franckreich hie« her gekommen, rrnd hatte mit dem erstern eine genaue Bekanntschafft gemacht. Wie sie sich nun 2 Tage vordem Duell in der MaSquerade befanden, und der Sächsische Ossicier wegen eines ihn überfallenden Schlaffs nach Haufe eilte, wolle ihn der Herr von Berger durchaus nicht forklassen, und als er dem ohngeachtet fort- gieng, bekam er von dem von Berger ehrenrüh­rige Rrden, worauf er weiter nichts antwortete, als morgen wollen wir sie ausleeren. Beyde erschienen auch folgenden Tags frühe bey der Retgerbahn, zwischen hier und Altona, und fi.n- gen an, mit dem Degen auf einander loszuge- hen, wie sie aber von denen auf der Wacht be­findlichen Dragonern daran verhindert wur­den, begaben fie fick weiter von der Stadt weg, und fiengen das Gefecht von neuem an, worin- nen der von Berger durch einige S tösse tödtlich verwundet, und zur Erden gestrecker wurde.

Der