ren war, und sich mit Lachen über das vorhin erzehlte aufhielten, als ob es nicht möglich wäre. Jndeme sie noch redeten/ klopfte es gantz deutlich noch einmahl dreymahb wie vorige beydemahle, auf den an der Wand aufgerichteten Deckel der Todenlade, welche dicht dabey stund/ daß wir alle es auf cinmahl höreten, womit sie dann nebst uns von der Wahrheit des geschehenen überzeuget wurden. Was nachhero weiter geschehen, behalte vor mich/ weil es mich allein angehet-
Wie nun diese Historie auszulegen sey, laste einen jeden urtheilen. Ich wollte auch gar gerne lernen von Personen die mehr hiervon erfahren haben/ als ich/ der ich dieses wahrhaffte Fa&um zu mehrerem Nachsinnen bey dieser Gelegenheit mittheilen wollen. So viel ist gewiß/ daß in der Lehre von Geistern unser Wissen gar gering ist, und die Gelehrte, welche ihres Tituls halben, von allem wenigstens reden und schreiben müssen, weil sie hier nicht fortkommen können, theils lieber sagen, es sey ohn- möglich hievon etwas zu wissen, theils aber alles gantz und gar leugnen und vorgeben, es sey nichts als eine Wirckung der Furcht, und der in derselben geschafftigen Einbildung. Es wird mir aber erlaubt seyn, weil mir wohl bewust, daß die Gelehrte nicht alles wissen, diese wahrhafftig geschehene Begebenheit, als solche anzusehen, und als ein Document von der Unsterblichkeit der Seelen mir zu Nutz zu machen, auch noch mehrere gute Gedancken dabey zu haben. Das sonst verdächtige Wort, Einbildung, schrecket mich hiebey nicht ab, weilen ich weiß, daß die Bilder vielerlei) sind, nehmlich falsche, wie etwa Satans Irrlichter, welche nichts, und zur Verführung gemacht sind, auch ihrer Natur nach die allerelendeste Phantasten hervor bringen; selbstgemachte menschliche, von leerer Phantasie; wiederum Bilder von Dingen die abwesend und wahr sind; sodann aber auch wesentliche und fruchtbare Bilder von Dingen die wahrhafftig gegenwärtig sind, und sich unseren Sinnen eindrucken, daß wir solche empfinden, welches zwar bey unseren Lebzeiten in denen auseren Sinnen grob und unvollkommen zugehet, in denen inneren aber lebhafft und naher, insbesondere aber bey Abscheidenden, bey schon halb erstorbenen auseren Sinnen, in denen reineren Sinnen des Geistes, wie unter andern droben von der Einwohnung und Ebenbilde Gottes angezeiget werden:
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