das Regiment geführt wird. Es giebt aber viele Leute, die drehen die Sache um und sagen: Es kommt nicht darauf an, wie regiert wird, sondern darauf, wer regiert. Das hat seinen guten Grund. Der alte Salomo sagt schon, wenn ich nicht irre, daß der Mensch ein eitel und herrschsüchtig Ding sei. Es ist einmal eine menschliche Schwäche, daß ein Jeder glaubt, er verstände die Sache am besten, und daß Jeder lieber selbst regiert, als daß er sich regieren läßt. Diese Schwäche tritt nun auch in einer so bewegten Zeit, wie die unserige ist, unverholen hervor. Mancher sagt:Wir. wollen die Fürsten sammt und sonders abschaffen," und denkt im Stillen, vielleicht ohne daß er es weiß, dabei:Es müßte doch eine schöne Sache sein, auf einem solchen Fürstenstuhl zu sitzen, wenn man auch grade nicht Majestät oder Hoheit titulirt würde, sondern etwa nur: Präsident der Re­publik." Dabei mißt er sich selbst mit innerlichen Blicken und denkt:Zu einem solchen Präsidenten wärst Du schon nicht übel geschaffen!" Kurz es kommt immer gar viel auf den alten Spruch hinaus:Hebe Dich weg von Deinem Platz, damit ich mich darauf setze!"

Das sei im Voraus zur Verständigung gesagt!