Vier Hundert und Neunre Anzeige
von der
Kayserlichen, König!. Französischen und König!. Preußischen
Allerhöchst xi-ivileZirten
Wunderbaren E S S E N Z,
wie und wofür dieselbe zu gebrauchen sey.
^^iese Eflenz curiret auf eine sehr leichte und geschwinde Art, und wenn such sonst verschiedene Medicin versucht, 3 i und nicht anschlagen will, alle i, 2., g und 4-tägige kalte, wie auch die mehrestcn hitzigen Fieber, die Pleurifie, rothe und weine Ruhr, geschwollene Beine,Herzklopfen, Uebelkeiten, den kalten Brand, Brechen, Blutstürzung, alten Husten, Kalte im Unterleibe, Milzkrankheit, Stein, Gicht und Podagraische Schmerzen- alle Arten Lähmung, es sey vom Schlag oder sonsten, den Schwindel, allerhand Ausschlag, den wcissen Fluß und verhaltene monatliche Blume ferner die Melancholey, Raserey, Colik, Mutter-Beschwerung und Gelbsucht. Sie machet vortresiichcn Appetit zum Essen, und wer sie nur zuweilen braucht, ist Zeit Lebens für die Faulung, Geschwüren, Schlag und der Schwindsucht selbst gesichert, stillet kürzlich alle Kopf- und Glieder-Schmerzcn, wann gleich auch diese von Ueberhebung und Verrenkung entstehen, widerstehet allem Gift, böser Luft und der Pest selbst, zumal sie keine böse Zufälle im menschlichen Körper kommen läßt, reiniget auf eine sehr leichte Weise in kurzem das verstockte Geblüt ohne Aderlässe, wobey kein Krautcrtrank noch Brunnenkur in Vergleich kömt, daher sie auch in einige Venerische Krankheiten, wenn solche noch nicht zu tief eingewurzelt find, mit Nutzen kan gebraucht werden. Die Dose hiervon ist bey der Blutreinigung angezeigt, und, weil man ehender zu seinem Zweck kömt, so sind deswegen rnehr Tropfen verordnet. Bey Kindern vertreibet sic den Jammer und alleArten von Würmer, und ist sonst in allen denenselben zustossendenKrankheiten, als diebeste Goldtinctur zu gebrauchen; wobey einem jeden die Versicherung gegeben wird, daß, wer diese Medicin beständig in seinem Hause hat, durch dieses Hülfs- mittel sich und die Seinigen vor vielen Krankheiten bewahren kan, wie die Erfahrung einem jeden mit Verwunderung lehren wird. Uebrigens ist noch als etwas ganz besonders hierbei) anzumerken, daß die Natur sich nimmer an diese Medicin gewöhnet, sondern dieselbe, wenn sie auch alle Tage gebraucht wird, beständig das vorhandene Böse hebet, dahingegen, wie bekant ist, verschiedene Medicin, wenn sie einige Tage gebraucht wird, weiter bey den Patienten nicht anzuschlagen pßegt.
dev debrcrrrrh.
^Vejenigen, so diese Medicin beständig als eines Hausmittels gebrauchen, können sich nicht allein, wenn sie die Woche <***/ drcmnal 40 bis 50 Tropfen, womit sie wollen, einnehmen, vor alle obgedachte Krankheiten schützen, sondern auch ihren Körper untrüglich mit »erneuerten Kräften, und einem nicht zu verbessernden Gedächtnissund die Klarheit der Augen dis ins späteste Alter erhalten. Im Fall aber diese widessulles Vermutyen etwas Widriges an ihren Leibern bemerken solten; so nehmen sie nur sogleich eine etwas stärkere Dosis, nämlich 80 Tropfen, zu sich, legen sich darauf eine Stunde zu Bette, und zwar so, daß sie in Schweiß kommen, alsdenn ist nächst EOtt, alles Böse, insbesondere auch die Vorboten vom Schlag und die Schlafsucht, gehoben. Wie wohl sorget daher ein jeder vor seine Gesundheit, wenn er diese Arzeney, durch deren gute Wirkung nicht allein viele tausend Menschen von den gefährlichsten Krankheiten sind geholfen worden, , sondern welche auch von vielen vernünftigen Aerzten als ein gutes, und nach den Medicinischen Grundsätzen wohl eingerichtetes Medieament, den Kranken angepriesen wird, zu demjenigen Gebrauch anwendet, wozu es der Geber alles Guten geschenket hat. Er wird dadurch nicht allein feinen Leib, und zwar mit wenigen Kosten, vor vielen Krankheiten bewahren, sondern auch derjenigen Gefahr entgehen, der er bey der Wahl noch nicht genug geprüfter Arzeneyen ausgesetzt ist.
Andere, und die diese Medicin zur Zeit ihrer Krankheit nicht bey sich haben, nehmen, ausgenommen bey kalten Fiebern, sogleich, wenn sie die Medicin erhalten, 80 Tropfen in Thee, welches viel besser zu scyn bemerket worden, zu sich, halten sich etwa eine Stunde wohl zugedeckt im Bette, und lassen sodann die Medicin wirken. Geschiehct dieses des Morgens oder zu Mittage, so können nach io Stunden wiederum zo Tropfen, den andern Tag aber wiederum 80 Tropfen eingenommen werden, und solchergestalt, doch so, wie sich die Krankheit anläßt, damit continuircn; gemeiniglich wird die allerschwerße Krankheit durch Einnehmung dreymal 8o TrLesen gehoben. Wann nun die Krankheit gehoben, so wird noch einige Tage, etwa nach der Mittags- oder Abend-Mahlzeit, mit 40 Tropfen zu gebrauchen, fortgefahreu. Dieses ist zu verstehen von neuen und gefährlichen Krankheiten, alte eingewurzelte Kraukhcitcn, oder auch bey denen, deren Natur verdorben, erfordern, wie ein jeder selbst begreifet, etwas mehr Zeit und Medicin. Diese können auch die Cur mit dem Schwitzen, wie oben gedacht, vornehmen, nachdem aber alle Morgen und Abend mit 50 Tropfen continniren; hingegen haben die, so etwa mit Herzklopfen, Uebelkeiten, Brechen, Blutstürzung, alten Husten, Kalte im Unterleibe, Stein-Schmerzen, dem Schwindel, Colik und Hektischen Fiebern beschweret, nicht nöthig, mit 80 Tropfen zu schwitzen, sondern nehmen nur des Morgens etwa, darnach die Natur stark oder schwach, zo, und des Abends beym S chlafengehen auch ^0 Tropfen. XL. Hierbey muß ein jeder sein eigener Arzt seyn. Findet er den Effect nicht, so ist es ein Zeichen, daß die Natur stark, und mehr Tropfen haben will, dahewer dieselbigen vermehren, auch, wenn er es nöthig findet, wiederum verringern muß. Nicht weniger kan man auch, wenn der Magen nicht im guten Stande ist,
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