eriuge Tage nach einander, gleich nach der Mittags- und Abend-Mahlzeit, jedesmal So Tropfen >e»nnehmkn. Kurz, die Medicin hat nimmer Schuld, und liegt nur bloß daran, daß man die Maaß oder die Tropfen nach seiner Natur trifft, welches ein jeder gar leicht beym Gebrauch einfthen wird. Wobey denn weikör nichts zu befurchten, und an Statt daß andere gemeine Medicin den Menschen schwächet, so hat diese die vortrefliche Eigenschaft, daß sie bey Hebung der aller- gefahrlichsten Krankheit kräftigst stärket, daher sie denn auch bey den allerzartesten Naturen, ganz alten beuten, und den kleinesten Kindern mit vielem Erstaunen gebrauchet worden. Mit Kindern verfährt man auf gleiche Weise, nur daß man die Tropfen nach den Jahren einrichtet. Einem Kinde von einigen Wochen giebt man 6 bis 8 Tropfen, von i und 2. Jahr lo bis lL Tropfen u. s. w. worinn man will, als Milch oder Lhee.

NB. Die Cur zur Blutreinigung wird im Frühjahre und Herbst vorgenommen, und wahret 8, io bis 14 Tage, darnach der Körper beschaffen. Die Dose bestehet des Morgens und Abends in 60 Tropfen, und kan einer dabey mäßig essen und trinken, was beliebig ist; wie denn ganz zuverlaßig dem Menschen zu seiner beständigen Gesundheit nichts dienlicher, , als daß er sich an alle Speisen gewöhnet. Geschiehet dieses nicht, so kan eine einzige ihm ungewohnte Speise seinen Körper alrerircn und in Krankheit setzen. Dieses ist ohne Widerspruch, und kan kein Mensch, der diese Methode nicht observiret, sich einer vestcn Natur rühmen, noch jemalen überkommen; dahingegen hat sich itzo ein jeder das Gegen- theil, wenn er nur von dieser Effenz 50 Tropfen auf eine ihm ungewohnte Speffe zu sich nimmt, zu versprechen.

Ben kalten Fiebern ist zu beobachten «öthig, daß man dieselben dreymal ihren Lauf laste. Es hat der Patient Acht zu geben, wie sich das Fieber versetzt, damit er, wenn es zum vierten mal kömmt, gewiß wifie, welche Stunde es seinen Anfang nehme. . Wann also derselbe hiervon vergewissert ist, so nimmt er etwa eine Halde Viertelstunde zuvor, wenn das Fieber sich zum vierten mal einstellen will, 80 Tropfen, und legt sich eine Stunde, etwas mehr als sonst gewöhnlich zugedeckt, rns Bette. Hierauf bekömt zwar der Patient das Fieber ein gut Theil starker als sonst, welches aber ein Deichen ist, daß es die Medicin völlig vertilget, und auf einmal hebet; nach diesem wird einige Tage nach der Abend- oder Mittags-Mahlzeit mit 50 Tropfen cvntinuiret, alsdann ist dieses Nebel gänzlich gehoben. Dieses versteht sich von den zweytägigen Fiebern, zu denen von i, 3 und 4 Tagen wird mehr Zeit erfordert; und so gefährlich diese auch sind, so sind sie doch durch diese Essenz eben so leicht zu heben, wie die ersteren, sie erfordern aber eine Diät, insonderheit bey Kindern eine gute Aufsicht, und daß sie keine ungekochte Speisen, als Aepfel, Birnen, Speck, Eyer und Milch, übcchaupt aber nicht;« viel essen.

Ferner wird nöthig seyn, noch einen merkwürdigen Umstand, welchen man feiner Vortrcflichkeit halber unter den vorbenanten Krankheiten mit Fleiß nicht mit berühret, allhier besonders anzuführcu, welcher denn darin bestehet: daß die Essenz zur Erzeugung derKinder etwas ganz besonderes bey sich führet, allermassen sie die Männer ungemein stärket, und alle am Mann- und Weiblichen Gefchlechte der Erzeugung zuwider ftyende Krankheiten nach einer 8- oder 14-tägigen Cur, nachdem das Accidcnz neu oder alt, nämlich des Morgens 60 und des Abends 70 Tropfen, völlig hebet. NB. Es muß aber die Cur von Mann und Frau zugleich vorgenommen werden.

Dann befördert sie d-e Geburt, wann nur bey richtig vermerkten Wehen 80 Tropfen davon genommen werden, auf eine unglaublich leichte und geschwinde Art; wie denn viele Briefe vorhanden, daß Frauens, die sich sonst einige Tage bey der Gebährung jämmerlich quälen müssen, nach dieser Medicin, zu aller Anwesenden Verwunderung, sogleich entbunden worden. i&ubitrbuug m«« 1-. 5 dieses'stärket und reiniget

dieselbe, verstattet im geringsten keine Nachwehcn, und ist das Kind für allen schädlichen Zufällen gesichert. Im Fall aber die Kindbetterin gesund ist, und diese Essenz zu gebrauchen nicht nöthig findet,.gleichwol das Kind keine Ruhe haben und sich nicht wohl befinden sollte, so giebt man demselben 2 bis 3 Tropfen in Muttermilch, wodurch es eine sanfte Ruhe bekömt, und das Schädliche sogleich hebet. Andere schwangere Frauens können sich nach dann und wannigem Gebrauch, wann sie auch sonst vielfältig unzeitige Entbindungen gehabt, sich der rechten Zeit ihrer Entbindnna erfreuen, auch alle falsche Wehen bald damit Heden. Ueberhaupt ist diese Medicin ebenmäßig gnt für Kinder. Kleinen Kindern davon gegeben zur Zeit, wann sie weinen, und man nicht weiß, was ihnen schadet,' so hebet sie in Zeit von einer Viertelstunde alles, was ihnen das Weinen verursachet; die Kinder bekommen eine sanfte Ruhe, sind beständig fromm und frölich, so daß man nicht weiß, daß man kleine Kinder hat: Denen, oie, etwas grösser, auch die von 12 und r 5 Jahren, werden zur Zeit, wenn man bemerket, daß sie trüb aus den Augen scheu, oder selbst über etwas klagen, beym Schlafengehen einige Tropfen, nach den Jahren, wie vorher angczeiget. gegeben, .und es kan nicht schaden, wenn der Umstand darnach ist, daß man diesen lieber einige Tropfen mehr als weniger gic-bt. Man unterhält dadurch dieselben beständig gesund; sie blühen, wie die Rosen, und kan man nicht abseherr. daß auf solche Weift Blattern und Masern an ihnen etwas haben könten. Und im Fall dieselben sich einfindcn soften, so ist kein besser Mittel dagegen, als eben diese Essenz, allermassen sie dieselbe mit Macht heraus treibet, das Herz defreyct, für allem Widrigen bewahret, und woben man ohne alle Sorge scyu kan.

NB. Diese Medicin bleibt immer gut, und wenn sie auch bey kalter Witteruna trübe zu seyn scheinet, so wird sie doch bey gelinderer Witterung, oder wenn man sie in einem warmen Zimmer imXMse stehen läßt, jo klar, wie vorher; nur muß man dafür sorgen, daß das Glas mit einem ncnen Propf versehen wird.

Man lese diese Nachricht.

Nachdem sich einige gewinnsüchtige Leute gefunden, welche die Schwerstsche Essenz nachzumacken gesucket; so ist

man gezwungen worden, um diesem der menschlichen Gesundheit so schädlichen Unternehmen Einhalt zu thun bey Jhro Römifch-Kayferl^Majestat um ein Allerhöchstes BrivUexium allernnterthanigst zu iniploriren, welches man denn auch uuterin Losten September des 1764sten Jahres, in den allergnad'cgsten Ausdrücken emhalten, Kraft welches dann die unter des wohlfel. Herrn Assestoris Schmers Aufsicht schon seit ic Jahren 'ftärebuirie und nun von dessea Erben inskunftige zu distriouircnde mit Recht so bcnadmte wunderlmre Essenz, ungehindert einzig und allein in Altona auf EystcrsFeld, oder Johannis-Strasse, bey den Erben des wohlgedachtcn Herrn Assessoris Schmers, und ben denen unten in dieser mediciiiischcn Anzeige benanteu Herren Commißivnairö im Heil. Römischen Reiche, und an andern Gegenden, und sonst nirgends, zu haben ist. Sonsten