inneren Organismus des brittischen Weltreiches außerhalb Europa, dessen Bevölkerung Herr von Santarem zu 127,000,000 angiebt.
4) Graf Jacob Grab erg von Hemsö, Phil. Dr., vormaliger königl. schwedischer Consul zu Langer und Tripoli, großherzoglich toskanischer Kämmerer und Oberbibliothekar, mehrerer Orden Ritter, überschickte aus Florenz vegli Ultimi Progressi Veils Geografia, sunto letto di 18. e 19. settembre 1840 nella sezione di Geologia, Mineralogia et Geografia della seconda riunione degli scienziati itaiiani, tenuto in Turino, pei conte Cavaliere Jacopo Graberg da Hemsö, Membro onorario estero delle societä geographiche di Parigi, Londra, Berliuo, Francoforte e Rio Gianiero. Milano, 1841.
5) Extrait du rapport fait ä la Societe de Geographie de Paris par M. Sabin Berthelot, Secretaire - General de la Commission centrale. Paris, 1840.
6) De l’utilite qu’on peut tirer de l’etude comparative des Cartes geographiques, par Mr. Jomard, Membre de Flnstitut. Paris. 1841. Vom Verfasser eigenhändig übergeben.
Wir beginnen mit dem H)ol«rrmeer. Die Erforschung und Aufsuchung einer zwischen Nordamerika und Nordasien befindlichen nordwestlichen Durchfahrt, — durch die Bassins-Bucht und den Lancaster-Sund in das Eismeer und von da südlich — war seither eine der wichtigsten Aufbaben der brittischen Seefahrer. Obgleich in den letzten zwei Jahren mächtig vorgeschritten, ist die Aufgabe jedoch immer nicht gelöst und hat durch den Tod des unerschrockenen Simpsons einen augenblicklichen Stillstand erlitten. Die Gewißheit einer solchen Durchfahrt ist für die Wissenschaft, zur Erweiterung der Erdkunde, von ungemeiner Wichtigkeit; für den Handel und Völkerverkehr wird aber solche, wegen der dort herrschenden Kälte und großen Eismassen, nie von Bedeutung werden. Einstweilen hat man die Gewißheit erlangt, daß die Baffins-Bay keine Bucht, sondern ein Theil des Meeres ist, das mit dem nördlichen Eismeer zusammenhängt und daß Grönland und Boothia Felix nicht mit dem festen Lande von Nordamerika in Verbindung stehen, sondern förmliche Inseln sind.
Auch das südliche Eismeer wurde thätig durchforscht. Weddel drang bereits im Jahr 1823 über den 75 0 hinaus. Von größter Wichtigkeit ist die Entdeckung einer weiten Küstenstrecke, — von Wilkes das Antarktische Continent genannt, — deren von Schnee, Eis und Moos bedeckte Felsen und Berge jedoch gänzlich unwirthbar sind. In der Nähe dieser Küsten halten sich zahlreiche Walisische und Seehunde auf, weit mehr, als am Nordpole, daher sich auch der Fischfang und Robbenfang der Engländer und Nordamerikaner immermehr hierher zieht.
Die Entdeckung des Landes am Südpol gebührt dem nordamerikanischen Seefahrer Lieutenant Charles W i l k e s, der es den 19. Januar 1840 wirklich erblickte. Der französische Seekapitain Dumont d'Urville erkannte es erst den 21. Januar 1840. Wilkes hat den 6ten Theil vom Umrjng des antarktischen Continents entdeckt, insofern sich dieser rings um den Südpol ausdehnt, was sehr wahrscheinlich ist. Der Bericht von Wilkes ist datirt: Vereinigte Staaten, Schiff Vincennes, vor Anker in Sidney-- Cove, den 10. März 1840, und gerichtet an den honorable I. P. Paulding, Staatssecretair der Marine, Washington City. Die höchste Breite, die der Vincennes am 22. Jan. 1840 erreichte, war 67« 4' bei 147« 30' östl. Länge; hier
wurden magnetische Beobachtungen auf dem Eise angestellt. Einige Tage später und ungefähr.100 geographische Meilen weiter gegen Westen trafen die Reisenden die Linie ohne Abweichung, von wo an die westliche Declination sehr rasch zunahm, woraus Lieutenant W i l k e s den Schluß zieht, daß er in der Eis-Bay nicht weit vom magnetischen Südpol gewesen sey. _ v
Der Bericht des französischen Seekapitains Dumont d'Urville an den Seeminister ist datirt ausHobartTown vom 19. Februar 1840. D'Urville nannte den von ihm am 21. Januar 1840 gefundenen Küstenstrich zu Ehren seiner Gemahlin Adelie.
Wie beide Capitaine berichten, ist das antarktische Continent mir thätigen Vulkanen besetzt, Schlacken und Basalt mit Olivin-Krystallen wurden gefunden; Wilkes sah von mehreren Bergspitzen Rauch aufsteigen. Wir haben hier also im 6?o die südlichsten der bekannten Vulkane der Erde, mit Ausnahme der von BellingsHausen im 69 o der Breite entdeckten Feuerberge. Berghaus hat in seinem geographischen Almanach für 1844- das antarktische Continent auf einer besonderen Karte darzustellcn versucht.
In Galign. Messenger vom 4. Jan. 1842 befindet sich ein Auszug aus Capt. R o ß' s Mittheilungen an das brit- tische Parlament, der das Neueste über das Land am Südpol enthält. Capitain Roß nannte es Victoria-Land, er entdeckte es in der Ausdehnung zwischen dem 70 1 /2° bis 79° der Breite; wie viel weiter es sich erstreckt, ist unbekannt, und in der Länge liegt seine östliche Küste zwischen 163—1700. Seine Lage ist direkt südlich von Neuseeland. Es war mit einem mehrere Meilen breiten Eisrande umgeben. Das Land stieg mit 9000 bis 42,000 Fuß Höhe m luftigen Picks empor, mit ewigem Eise bedeckt. Den 28. Januar 1841 entdeckte er einen prächtigen. Vulkan, der Feuer und Rauch auswars, und nannte ihn Berg Erebus; einen erloschenen Feuerberg neben demselben nannte Roß Berg Terror. Die Vulkane liegen 77 1 |o° der Breite und 169 Grad östlicher Länge. Die höchste Breite, die Capitain Roß erreichte, war 780. Er war demnach nur 12 Grad von dem Pol entfernt, und 4 Grad näher demselben, als Capitain Weddel, sein glücklichster Vorgänger. Der Bericht des Capitain Roß an den Secretair.der Admiralität ist datirt: Vandiemensland, den 7. April 1841, und abgedruckt in den Times Freitag den 7. Januar 1842. Capitain Roß hat das den 12. Januar 1841 von ihm zuerst betretene Land für England in Besitz genommen und diesen antarktischen Continent Victoria-Land genannt. Zur Vergleichung habe ich die Ehre, Ihnen diese zwei große Karten vom Nord - und Südpol, die -der Frankfurter geographische Verein von der brittischen Admiralität zum Geschenk erhalten hat, vorzulegen.
Australien. Neuholland. Ueber das Innere dieses Continents, das, trotz der großen Entfernung von allen Seiten, von englischen Ansiedlern bevölkert wird, und in Kurzem eine der bedeutendsten Colonieen Englands zu werden verspricht, erfahren wir als Resultat der Expedition, die der Engländer Eyre im Juni 1840 unternahm, die Entdeckung eines großen Landsee's, dessen Küstenlänge