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beben, welches noch auffallender in einem Tropfen Wasser war. Man sah bald, daß es der Käsemilbe ähnliche Thiere waren, mit einem Rüffel, und vier getheilten Fußen, deren die Milben aber gewöhnlich acht haben. Doch mögen die 2 in der Mitte des Körpers stehenden kurzen und die einen Schwanz bildenden zwei größer» Borsten die vier übrige» ergänzen.

Beobachtung einiger Pflanzeutheile.

Wer hätte je gedacht, daß zwischen den Haaren des Kel- ches^V0N dem Pelargonium grandiflorum seu Macrantum noch eine Pflanze wachse, die der Aloe agave ähnlich und Ananas-Früchte trage! Betrachtet man die Blumenblät­ter eines Pelargoniums,. fo erstaunt man über die wunder­bare Einrichtung derselben, über die Poren und Luftlöcher, über die herrliche Farbenmischung, welche selbst in der ein- achscheinenden so sehr verschieden ist. Die Blattzellchen, ähn­lich den Nctzmaschen, scheinen bei meinem Mikroskop oft von feinem Fuß Länge, von denen das eine roth, ein anderes weiß, ein drittes gelb erscheint, während die 4 anliegenden einen rosigen oder schwarzen Längsstreifen bilden u. s. f, welches um so angenehmer zu beobachten ist, weil man die Gränzen der Farben in den Maschen oder Zellen deutlich erblickt. Sieht man nun noch den Saft in allen Farben, gleich ei­nem Bache, durch die Adern des verwundeten Blattes fließen, sich sammeln und gegenseitig anziehen, so wird man abermal ein unerwartetes Schauspiel haben. Der Blumenstaub oder Pollen dieser Pflanze erscheint faustdick und ist den Kapseln der Roßkastanie ähnlich. Die reifern Pollen sieht man auf­platzen, worauf eine körnige, lebende Flüssigkeit herausfließt, bestimmt, durch das Pistill die Samen zu befruchten. Das Pistill oder die Staubweg endlich ist meistens noch interes-