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die Nähe des ersteren, so entstellt in dem Augenblicke, wo man die Verbindung des ersteren Drahtes mit der galvanischen Säule unterbricht, auch im zweiten Drahte ein elektrischer Strom, der der Richtung und Wirkung nach dem ursprünglichen Strome entgegengesetzt ist. Was also bei der Reibungselektricität Ruhe und ein be­stimmter, elektrisch entgegengesetzter Zustand, das ist bei der galvanischen Bewegung und entgegengesetzter Strom. Solchen Strömen gab man den Namen der m- ducirten und sie sind es, die bei dem zu beschreiben­den Apparate erzeugt und benützt werden.

Der bisher ausschliessend bei Aerzten im Gebrauche stehende Apparat zur Erzeugung inducirter elektrischer Ströme ist der magneto - elektrische Rotations-Apparat von Sex ton, bei uns (mit Unrecht) unter dem Na­men Kcilscher Apparat bekannt. Der hohe Ankaufs­preis, sowie die Unbequemlichkeit und Schwierigkeit seiner Erzeugung und Erhaltung einerseits, dann die Beschränktheit seiner Wirkung auf der anderen Seite veranlassten mich, statt eines starken Magnetes mich einer galvanischen Batterie in Verbindung mit Stur- geons elektrodynamischer- oder Iuductions - Spirale zur Erzeugung der inducirten Ströme zu bedienen.

Für diese meine Behauptung habe ich hinreichende Erfahrung als Bürge. In dem hiesigen städtischen all­gemeinen Krankenhause findet sich unter dem ärztli­chen Apparate ein solcher Sextonischer magneto-elek­trischer Rotationsapparat, der sehr häufig in Anwend­ung gebracht wird. Ich überzeugte mich vor allem bei einzelnen vorgenommenen Reparaturen, dass die ur­sprüngliche Tragkraft des Magnetes immer mehr ab­nimmt, so zwar, dass bei fortgesetztem Gebrauche der Magnet kaum mehr die Hälfte seines eigenen Ge­wichtes zu tragen vermochte. Die bereits an diesem Apparate nothwendig gewordenen bedeutenden imd