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Die Gartenwelt.
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Oben: Der eingekübelte Wurzelballen der Eibe fertig zum Heben. Links: Herr Rudolf Günther, Obergärtner des botanischen Gartens in Frankfurt a. M. Unten: der gehobene Kübel mit dem Kreuzgerüst, auf welchem die Hebung erfolgte.
Nach Aufnahmen der Lichtdruckanstalt C. F. Fay, Frankfurt a. M. für die „Gartenwelt“ gefertigt.
Eibe hat also annähernd die Größe der Ballen der in Berlin verpflanzten Linden (siehe Abbildung in No. 13), die Arbeit ist aber in Frankfurt insofern bedeutend schwieriger, als der B^nm auf weite Entfernung fortbewegt werden muß.
Am 29. April wurde mit den Erdarbeiten unter der Leitung obiger Herren begonnen, Arbeiten, die dadurch langwierig wurden, weil um den Ballen ein noch tieferer und ziemlich breiter Kanal für die Hebungsarbeiten hergestellt werden mußte. Nachdem der Ballen in einen Holzkasten gefaßt war, stand er auf einem Erdsockel, und in diesen wurden gewaltige Balken getrieben; doch zuvor mußte der Ballen für diese Balken unterminiert werden, was große Schwierigkeiten machte. Auf den Balken wurde er nun durch Winden von unten gehoben, dann wurden neue Balken von der anderen Seite untergeschoben, diese wieder gehoben und so fort, bis der Ballen auf der Terrainhöhe des Gartens stand. Darauf wurde er seitwärts auf ein Rollensystem gebracht und nun auf diesen Rollen, die, sowie sie hinten frei werden, vorne wieder untergeschoben werden, mit Hilfe einer, zeitweise zweier Dampfstraßenwalzen fortbewegt. Der Ballen wiegt ca. 750 Zentner, Stamm und Krone ca. 100 Zentner, es galt also ein Gewicht von 800 bis 900 Zentnern durch die Straßen der Stadt über 3 1 / 2 Kilometer fortzubewegen, um die Last nach dem neuen botanischen Garten, neben dem Palmengarten, zu bringen. Dazu mußten die Trambahndrähte an gewissen Stellen zeitweilig entfernt, und, damit dies nicht zu sehr störte, der Transport teilweise nachts vorgenommen werden. Die Stadt und Polizei sind diesen Anforderungen in bereitwilligster Weise entgegengekommen,
natürlich aber wurden möglichst die Straßen benutzt, durch die keine Trambahnen fahren. Der Baum, wurde aufrecht transportiert, seine Äste waren dazu möglichst zusammengeschnürt, nahmen aber immer noch eine Breite von zirka 9 Meter ein.
Die „Kleine Presse“ in Frankfurt a. M. schrieb am 24. Mai über die Angelegenheit folgendes: „Die Sensation des Tages ist jetzt der Transport des Eibenbaumes. Heute in aller Frühe wurde mit der Herausschaffung des Baumriesen aus dem botanischen Garten auf die Straße begonnen. Die „Elektrische“ hat noch schnell ihre Drähte entfernen lassen und den Verkehr umgeleitet.
Gegen 12 Uhr mittags stand die Eibe aufrecht in der Mitte der Stiftstraße. Die große Kiste, in der der Transport durch die
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