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Diese zwo Wunden gehen dahero durch Haut, Fett und Mufteln, in den Unterleib, und sind des­wegen von größer Bedenklichkeit. Denn wenn die Därme zugleich schwer verletzet seyn sollten, so könn­te yie Verwundung sehr gefährlich, ja tödtlich wer­den, welches aber bei dem über dieses betrunkenen Verwundeten gegenwärtig noch nicht bestimmt wer­den kann. (

Den 2ten Ianuarii 1739.

N. N. Dr. und P. Sen.

* N. N. Chirurgus»

No. 2.

Nachdem man gestern Nacht den schwer ver­wundeten Bierknecht St. gleich nach dem ersten Verband in das Hospital gebracht, so entdeckte man daselbst auf der linken Seite des Verwundeten eine merkliche Verblutung. Man nahm deswegen den ganzen Verband wiederum ab, und sähe auf dieser Seite eine Hand breit von dem inguine finiftro, eine kleine ein viertel Zoll'gryse gestochene Longitu­dinal-Wunde , welche sogleich gehörig verbunden, ^ « und dadurch der Blutfiuß gestillet wurde. Bei der heute Morgen um 10 Uhr vorgenommenen Unter­suchung dieser erwrhnten Wunde zeigte es sich, daß eine stumpfe Sonde über zween Zoll schief hinauf, unter der Haut, in diese Verletzung penetrirte.

Der Patient klaget dermalen über grose Schmerzen des Unterleibs, insbesondere in der Ge­gend

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