Erste Beylage zu No. 8r. Dienstag, dm Sept. igio.

Forschung des Patents, die Frankfurtifchen milden Stiftungen betreffend.

i) Ist hrnfürv Las, was die Hospitalordnung in Beziehung auf Stellung, Vorlage und Prüfung sowohl der Geld- a!6 Naturalkechnungen vorschreibt, genauer zu befolgen, und gls'-chwie wegen dessen, was oben sud No. i. der allgemeinen Bo», schritten von Uns bereits verordnet worden, jährliche Cassa und Exigecz-Statos ohnehin schon aufzustellen sindz also wollen Wir ,- daß die Rechner und ^assirer überdieß auch der- glerchsn monatllche und Q-uartalsirSmus über Einnahme und Ausgabe formiren und solche am Schluß des Monats und respeNive Quartals dem PflsZamt zur Einsicht und zweckmäßigen Berathung vorlegrn sollen, ) Genehmigen Wir diejenige Erinnerungen, welche Unsere VifftaLioriScommission, laut Lomwissions-prorvcolii, bereits ertheilt hat, betreffend s) dre Verwahrung der Mehl- und Brodkammer so wie das HerauSgeöen des Brods durch andere Personen, als durch dir Bäckerknechre;

d) cif vllwöliae Einführung der rvßhaa-nen Matrazen anstatt dor Federunterbetten; c) dis tragbar N hrerwn beym Bettmachen solcher Kran en, welche nickt iw Stande

sind anizusithen und wahrend des Bettmachene allenfalls mittelst Hebgurten heraus- gehoben werden müssen,

st) d e Absiellu g des Smgenö irr den Krankenzimmern beym Morgen- und Abendsegen,.

e) die Prüf- und Anstellung der Krankenwärter und Wärterinnen,

£) das Ab sie en d^s Zusammenliegens zweyer Kranken in dem nämlichen Bette und zu h.es m Z cck d>e Wegschaffung der zu vielen Raum einnehmenden, von Len Hand­werk'! n unt rdalren werdenden Bettladen, g) die Abs - de u g der Reconvalescmten von den Kranken,

ji) Sie Nu «erirunq der Bettladen und Kästen in den Krankenzimmern, mit anzuhan» ge r-en a.eich o.lls zu n"menrenden Tafeln zur Anschrecku-ig der zu reichenden Kost und zu beod chrrnden Diät durch den Arzt, i) gleiche und ü^ereinvimmLnde Numerirunq der Medizingläser, Ollen und Schachteln, die Vertvah "ng der mit gleichen übereinstimmenden Nummern zu bezeichnenden Eoff s, Packen und^ andern Effecten der einkommenden Kranken in besonder» hierzu best mm'en geräumigen und luftigen Kammern,

1) da» öftere Ra chern wir Salzsäure, nach Ouyton-Morveau's Grundsätze« und dm zu vers -affenden stärkern kuftdurchzug in den Krankenzimmern,

m) die Säube un; und Ausschaffung der 2eidjiühle durch auf den Gang hinausgehende

Oeffnunge , . -

>n) dis von dem Hause selbst zu besorgende Stell- und Verwahrung eines vorraths an Ökarpie, Lomprevsen und 6an6^gan; endlich «) die Ein üh'una orsenrlicher Register über den von im Hospital verstorbenen her­rührenden Nachlaß.

lU>er alle diese Gegenstände hat daS Hospitakpflegaml mit Aerzten und atu tzern «fahren Pe-sonen sich zu beratschlagen, um der bestmöglichsten Art der Ausführung auf diesem Wess sich zu vergewissern.

n) Da die Deputaten des Hosp.ralpflegamtS sich der mit diesem Amt verbundenen Be­mühung, ohne Geldverqütunq, unterziehen und eS bisher üblich gewesen ist, daß zu dessen Anerkennung alljährlich auf Kosten der Stiftung ein kleines Fest gegeben wurde; so mag es zwar bep diesem Gebrauche auch fürohin verbleiben. Der Auf­wand ist aber also zu beschränken, daß er den Belauf von io §l. für einen der D§-