Mt allergnadi'gster Kayserlichen Freyheit.

des Hamburgischen unpartheyischen

{jO RRE'SP 0 NDE N TEN.

*Anno 1778 « (Am Sonnabend, den 28 November.) Nom. 190*

Staats-und (H

Gelehrte

_iw

wm

Ladix, den 20 Oktober.

De« i7ten dieses ist das Schiff der Compagnie von Laraques . der beil. Michael, aus dem Laven von Guavta hier angekommen, dessen ttfrang an Waaren über eine halbe Million Piaster werth ist.

Genua, den 7 November.

Da der Herzog von Modena seinen Entschluß geän­dert hat, diesen Winter zu Sestri zuzubringrn, wo be­reits ein Pallast kör Se. Durch!, ausmeublirt war; so werden jetzt diese Mobilien daselbst öffentlich verkauft.

Livorno, den 7 November..

In dem Sardinischen Gewässer hat eine Französische Fregatte von 32 Kanonen ein mit Stockfisch nach Neapolis beladenes Englisches Schiff von 24 Kano­nen und 80 Mann weggenommen.

Rom, den 7 November.

Nach unfern Briefen aus Portugall wären au- die­sem Königreiche, und besonder- aus Lissabon, noch wichtigere Nachrichten zu erwarten, als bereits von dort, in Ansehung der Wiedernachsihung des Proces­si- vom Jahre 1759, wegen derchamaligen Verwun­dung des Königes eingegangen find; und die Portu­giesischen Exjesuiten halten sich ganz gewiß versichert, daß sie nächstens wieder in ihr Vaterland werden zu­rück berufen werden.

Die Nachricht, daß der Madriter Hof allen feinen Unterthanen verboten habe, sich wegen der Erhaltung von Dullen, Brevew und anderer Päbstlicher Papiere, an den heiligen Stuhl zu wenden, ist ungegründet. Das Verbot gehet nur einige Privat-Personen an, und nur auf einige besondere Fälle eingeschränkt.

Versailles, den 19 November.

(Aus der Gazette de France.)

Da Se. Majestät dem Herzoge von Chartres eine Probe Ihrer Zufriedenheit über dessen geleistete Dienste in den See-Campagnen geben wollen; so haben Sie für diese« Prinzen di« Stelle eines CKorrel-General

der leichten Truppen errichtet. Er wird mit Sr. Majestät für die Regimenter arbeiten, welche diese« CorvS ansmachen. Den l 8 ten dieses Hat der Herzog als Loioner-tSene xal den Lid in die Hönde de- König- abgelegt.

pari«, den 20 November.

Die Ernennung des Herzogs von Chartres zum Co­lonel-General der leichten Truppen von Frankreich verursacht einige Unbequemlichkeiten, weil das Com- mando über di« leichte Cavallerie darunter begriffen ist, welche Charge der Marschall von Bethune bekleidet. Man glaubt deshalb, der Herzog von Chartres werde die gedachte Charge von dem Marschall von Bethune kaufen. Da auch verschiedene neue Legionen errichtet werden sollen, so verlanget der Prinz von Conde, daß diejenige, welche er als Eigenthümer besaß, und die unter den Reduktionen des Grafen von St. Germai« begriffen war, wieder hergestellt werde.

Der Admiral, Graf von Orvillier«, ist hier ange­kommen, und hat mit dem Herrn von Sartine eine Conferenz von beynahe 2 Stunden gehabt, der ihn hier­auf dem Könige vorstellte.

Der Ritter von Ternay, Chef d'Eskabre, ein sibr geschickter See-Officier, macht sich fertig, nächstens mit einer kleinen Eskadre in See zu gehen. Man sagt, er siy nach Ostindien bestimmt, und der Herzog von Lauzun werde sich mit seiner neuen Legion an Bord dieser Eskadre begeben.

Man hat bisher mit vieler Ungeduld auf Nachrichte« von dem Grafen von Estaing gewartet; bisher aber hat der Hof noch keine bekannt gemacht.

Die Declaration des Königs wegen der Abschaffung der Schatzmeister ist bereits an die Rechenkammer zur Registrirung gesandt. Es werden nur z davon bleiben, davon jeder 30000 Livres Besoldung haben soll. Diese beyden sollen aber jeder eine Million Livres Cautio» machen.