Nr. 48
Dienstag, 26. Februar
1907
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Joh. Christian Senckenberg.
Eine Erinnerung zu seinem 200. Geburtstage (28. Februar 19077-
Von Dr. Georg Avellis-Frankfurt a. M.
„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt," hat einmal der alte Baron Rothschild gesagt. Gewiß, es macht frei von kleinen Sorgen und läßt die Möglichkeit zu, sich nicht bloß mit den Dingen des nächsten Werkeltages und des täglichen Brotes zu beschäftigen. Geld kann aber viel mehr leisten, wenn es in die Hände eines Mannes gelangt, der seinen idealen Wert^ seine Kraft kennt, geistigen Arbeiten eine Werkstatt, ein gesichertes Heim und Werkzeuge zur Arbeit zu verschaffen.
Man denke zwei Männer aus der Vergangenheit Frankfurts gestrichen: Städel und Senckenoerg: was wäre das heutige Frankfurt ohne deren segensreiche Stiftungen! Eine große Stadt mit reichen Leuten,
Fabriken, Arbeitern urff sehr schönen Ueberbleibseln mittelalterlicher und späterer Baukunst, mit Börse,
Oper und Mainschiffahrt, aber ohne einen Anspruch, im Friedenskonzert der geistigen und künstlerischen Welt eine gewichtige Stimme führen zu dürfen.
Reiche Leute gab es und gibt es noch viele in Frankfurt, aber keinen weiteren bis jetzt, der seine Vaterstadt so geliebt hat wie diese beide: StÄ>el und Senckenoerg, die ihre göttliche Bestimmung und ihre Lebensaufgabe darin gesehen haben, dem derben, vorerst auf Erwerb und Genuß gerichteten Gesicht der alten Handelsstadt einen edleren geistigen Ausdruck zu geben, indem sie der Malkunst und der Naturwissenschaft für chre und alle künftigen Zeiten eine Schaustätte für das Volk und eine Arbeitsstätte für tue Gelehrten und Künstler erschaffen haben.
In diesen Tagen, am 28. Februar, können wir den 200. Geburtstag Joh. Christian Senckenbergs feiern.
Es wird keine große, geräuschvolle Vvlksfeier werden, keine Sängerfeststimmung und keine girlandenstolze Straßendeklamation. Der Ort der Wissenschaft, wo die Bücherreihen die vornehmste Gesellschaft bilden, wird der Schauplatz der Feier sein. Aus diesem Gedanken heraus hat die Verwaltung der Stiftung Senden- bergs beschlossen, die neue Bibliothek an der Viktoria- Allee an dem 23. Februar einzuweihen, dieselbe Bücherei, deren Grundstock Senckenbergs eigene Büchersammlung bildet. In den neuerbauten stillen Hallen dieser an über 100.000 Bänden reichen naturwissenschaftlichen Bibliothek, die von jetzt ab frei zu jedermanns Verfügung stehen wird und von deren Wänden die Porträts alter Frankfurter Aerzte: der Physici Primarii und neuer bedeutender Doktoren herabfehen, wird man sich des 23. Februar erinnern, der der Stadt einen Sohn gebar, zu derst häuslichen
sich in zwei Jahrhunderten nur ein Eüe bürtigerimSinnedesWohltätersFranr- furts hinzugesellt hat.
Es ist gewiß interessant, an diesem Tage des Rückblicks sich nicht bloß des äußeren Lebensgangs des Mannes zu erinnern, der seinen Willen durch die Jahrhunderte hindurch im städtischen Bilde lebendig und wirksam erhalten hat, sondern auch in die Tiefe zu steigen und nachzufühlen, wie ihn sich eine unerklärban Vorsehung durch schwere Prüfung und persönliche Schichal zurechtgeknetet hat, damit ur ihm der Gedanke geboren ward, der Vaterstadt eine naturwissenschaftlich-medizinische Akademie zu ver- schaffen.-
Dre Senckenbergs sind keine alte Frankfurter Familie. Sein Großvater stammt aus Troppau und war später in Friedberg in Hessen Apotheker; sein Vahr war Arzt und Primarius der Stadt Frankfurt, d. h. also ein hervorragendes Mitglied des ärztlichen Kollegiums der Stadt. Er wohnte in der Hasengasse, nahe der Zeil. Die Gasse selbst führt ihren Namen von den Häusernamen: Zu den Hasen. Es gab mehrere Häuser „Zum Haasen", der Doktor Johann Hartmann S e n ck e n b e r g, der Vater des Stifters, kaufte „die hintere Behausung zum Haasen" für 3100 Gulden. Bei dem großen Brande am 26. Juni 1719 war dieses Haus das letzte, welches auf dieser Seite der Hasengasse abbrannte. Es wurde vom Besitzer unter großen Opfern wieder aufgebaut, das alte Gitterwerk, über der gewölbten Haustüre, bas zwei gegen einander springende Hasen zrerte, kam nicht mehr zur Verwendung; tn der Wetterfahne des Hauses Nr. 3 sind aber noch heute die Buchstaben J. H. S. und die Jahreszahl 1721 zu lesen. Dieser Hausbrand war von großer Bedeutung für die ganze Familie, er zerstörte die Wohlhabenheit des alten Doktors und zwang ihn sväter, bei der Stadt um ein Stipendium für feinen Sohn Joh. Christian zum Zwecke des medizinischen Studiums nachzusuchen unter Berufung auf ferne 28jährigen Dienste als Stadtarzt. Er bekam wohl das Dr. S e i f f a r t afche Stipendium, doch war er nicht imstande, davon Gebrauch zu machen, da er die fehlende Zubuße fürs Studium nicht beizusteucrn vermochte. So erkennen wir also, wie früh schon Geldknappheit und Engigkeit der Verhältnisse Senckenbergs Leben beeinflussen mußte. Sechs Jahre mußte Senckenberg nach Ablegung seiner Reifeprüfung auf die Möglichkeit, zur Universität zu gehen, warten; in Frankfurt war kerne Gelegenheit, sich ärztlich oder naturwissenschaftlich auszubilden, er privatisierte gezwungener Maßen. , Liegt da nicht der erste Anstoß verborgen, der später in der Gründung einer Frankfurter medizinischen Lehrstätte zum Ausdruck gebracht werden sollte? Er verbrachte ein Jahr bei Dr. Reich in Laubach, dann assistierte er seinem Vater in der Praxis und trieb Anatomie und Chirurgie bei den Stadtphysicr Büttner und G r a m b und, schon 30 Jahre alt, gelang es ihm endlich, die Universität Halle zu besuchen. Auch dort blieben bald die Mittel zu werterem Studium aus, so daß er nach iy z Jahren schon heimkehren mußte. Erst viel sväter erwarb er sich in der neugegründeten Universität G ö t t i n g e n den akademischen Doktorgrad. Freilich hörte er nie auf, das Studium auf, eigene, Faust fortzufetzen und ging, ungeleitet durch die zünftigen Lehrer, seine eigenen SSege.
Er wurde ein gesuchter und tüchtiger Arzt, nicht, bloß bei den Vornehmen, wie Goethe irrtümlich-berichtet. Seine besonderen Kuren bestanden hauptsächlich in Diät- verordnungen und Wassertrinken. Er war ein Anhänger jeder Mäßigkeit und ein Spötter der Aerzte, die mrt einem Rezept die Sünden eines fehlerhaften Lebens ausgleichen wollten.
Senckenberg war ein Pedant und ein Sonderling, das erste von Natur zum letzten vom Schicksal erzogen. Seine Mutter war eine ungewöhnlich mißratene,Frau, eine Hysterika, die dem Vater das Leben verbitterte, schimpfte und tobte wie ein Juhrmannsweib, dm Söhnen zum Ungehorsam gegen den Vater selbst einen Stock in die Hand gab, mit dem der kleine Senckenberg seinem Vater aus Versehen ein Auge ausschlug. Der Vater war keine Kampfnatur und kannte Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung" noch nicht, sonst hätte er die rohe Wut durch Uebertrumpfen zu heilen vcr- sucht. Es muß im elterlichen Hause stets Krieg und Lärm geherrscht haben, preist, doch Senckenberg seinen ältesten Bruder glücklich, weil er schon im zweiten Lebensjahr zum Großvater nach Gießen kam Und so der ölle entging. Auch unser Senckenberg wir
keine Kampfnatur, die sich aufbäumt und um sich schlägt oder am neuen Ort nur auf sich selbst gestellt und heimatlos sich zur Geltung bringen will. Er war ein Dulder und ertrug die Schelte und Schläge! der Mutter noch als Erwachsener und aß getreulich bei der Witwe Tag für Tag sein bitteres Mittagessen, bas ihm mit Vorwürfen über seine lange theoretische Ausbildung und seinen Mangel an Erwerbssinn gewürzt wurde. Er war ein Christ und ein Dulder und Jesus Christus als Friedfertiger wandelte stets mit ihm.
„Der Teufel reizt oft Menschen, um uns zu ärgern, und wir können dann unsere Geduld erproben." „Wer die Welt verachtet gegen den Himmel, wer ihr , untreu wird und Gott zufällt den haßt die Welt und wird ihm wieder untreu, das kann nicht anders sein nach dem Gesetz der Gegensätze," schrieb er in sein Tagebuch, als eine Marktfrau ihn auf offener Gasse „Weiberfreffer" schalt, nachdem er das Unglück gehabt hatte, seine dritte Frau zu begraben.
Senckenbergs Waffe gegen die Schläge des Schicksals waren Resignation und innere Frömmigkeit. Er war dreimal verheiratet, zuerst mit einer reichen Juwelierstochter Riese, einem Nachbarskind. Sie wollten eigentlich alle beide unverheiratet bleiben, aber äußere Einwirkung, nicht stürmisches eigenes Verlangen, brachte sie zur Ehe, der einzigen glücklichen Zeit, die unser Senckenberg erlebte. Das Glück war von kurzer Dauer, Frau Senckenberg stark im Wochenbett und das Kind bald darauf. Die bitter erkaufte Erbschaft begründete Senckenbergs späteres Vermögen. Zur zweiten Ehe mrt Jungfer M e t t i n g h schritt er fast wider Willen, er
I ürchtete ihre fremden Charaktereigenschaften. Auch sie tarb nach kurzer ®e und vor ihr der kleine Sohn, »essen Bild hier noch im Stiftungsgebäude hängt. Es zeigt einen der schönsten Knaben, der noch je geboren wurde. Dann blieb Senckenberg viele Jahre unvermählt. Am 8. Juli 1754 wagte er zum drittenmale zu heiraten: eine Witwe Rupprecht, deren Arzt er war. Obwohl sich Senckenberg selbst sagte, er werde in der dritten Ehe kein Glück finden, ließ er sich doch von der reichen, kranken und verwöhnten Frau bewegen, die schöne Rolle des ärztlichen Beraters mit der traurigen eines schikanierten Gätten zu vertauschen. Schließlich war aber selbst seine Duldsamkeit zu Ende, nach schwerem . inneren Kampfe trennte er sich von seiner Frau und ihrem Reichtum, behandelte sie aber als Arzt bis zu ihrem Tode, unbeirrt um das Geschrei der Welt und die Verleumdung der Dienstboten. Aus bas ihm zufallende Vermögen verzichtete er, obwohl er schon seine Stiftung vorbereitete! Also wurde er mit 50 Jahren ein Einsamer! Alle seine Hoffnungen, ein persönliches Glück im Familienleben zu finden, waren grausam und definitiv gescheitert. Eine gütige Mutter hat er nie gekannt, seine drei Frauen und seine Kinder nahm ihm der Tod. Er aber wurde nicht kleinmütig und melancholisch, blieb fest im Glauben und ging lebhaft mit auffällig raschem Schritt und wohlgepflegt über die Straße, die große Perücke schön frisiert, den Hut in der Hand, in Seidenstrümpfen und Schnallenschuhen, merkwürdig im Zickzack von einer Häuserserte zur andern schwankend; den Seelen seiner verstorbenen Patienten geschickt ausweichend, wie Goethe spöttisch schreibt. Stand um 5 Uhr früh auf, Sommer und Winter, und erstickte alten Kummer und den Schmerz der Einsamkeit mit unermüdlicher Arbeit! Seine Brüder waren aus- wärts, Juristen in angesehener Stellung in Wien und Wetzlar, die Kollegen oft übelwollend, selbst nach Bekanntgabe seiner Stiftung, sodaß er still resigniert 1764 ins Tagebuch schreibt: „Der Gute muß sich genügen lassen, gut gehandelt zu haben und nicht danach fragen, ob die Menschen dankbar sind ober nicht. Gäbe es in dieser Welt nichts, was uns über sie erhebt, so würde es am besten sein, sobald als möglich sein Leben zu beschließen."
Christus und Sokrates waren seine Beispiele, fein Trost und sein steter Hinweis: wie sie wollte er Feindschaft und Verfolgung als Wohltäter der Menschheit ertragen lernen. Lächelnd führt er in unbeirrter Ruhe Leben und Tagebuch weiter und schreibt in antikem Gleichmut auf: Wichtiges und Unerhebliches, schwer erkämpfte Weisheit und lächerliche Kleinigkeit: „Ein Glas Wein bei der G^ethin im Weidenhof getrunken" (Goethes Großmutter!) vergißt er nicht zu notieren. Die freie Reichsstadt war die Stätte des unfreien LeLens, Patriziat, Zunft, Messe und Wohlleben und viMallem „das Hiesige" im Gegensatz zu allem Fremden bE^rschte die öffentliche Meinung und korsettierte die ichen Menschen, bei denen Goethe nicht froh
werden konnte, das „Andere", das Besondere, war eben so unangenehm wie das Fremde. Leben und leben lassen, gutes Geschäft, Verteidigung der Gebräuche, große Messe, hoher Besuch, vornehme Gäste und keinerlei Anstoß, der alles bas beeinträchten könnte: das war die Reichsstadt. Daher der Haß gegen die drei Brüder Senckenberg, „die drei Hasen", wie man sie später nach ihrem Geburtshaus nannte. Sre wollten nicht mittun, sie waren Sektierer, gingen nicht zur Kirche und,zum Abendmahl und waren doch fromm; sie wollten jeder einen Stuhl für sich, nicht mitten in der Reche von den Gevattern, seren es Schössen oder Medici. .Senckenberg war eigentlich S e p a r a t i st, er haßte die äußerliche
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i-criglUiu» soemuims befriedigte Unkirchlichen herabsahen. Gleichermaßen aber erkanme er die Schwächen der Sektierer und Pietisten, ihreUeber- hebung und Scheinheiliakeit, ihre falsche Erziehung der Kinder. „Ein Kind der Verheißung" wurde einem Pietisten geboren, er starb als Bruder Lüderlich, wie L-enckenberg mit Befriedigung notiert. „Sie geben ein
seufzen ach und oh! . . . Ich halte alles das, was zur Gewohnheit wird, für nichts halte nichts auf heilige Gesten, Versammlungen und Bibellesen, auch auf das Lesen von MyMern, tue man leicht zu Götzen machen kann. Ich gehe zu Gott selbst, bete den an und verherrliche ihn durch Worte und Handlungen." — Zeigt sich hier nicht der ganze deutsche Mann, lutherisch, nüchtarn, kritisch, ehrlich vor sich selbst, fromm im Innern, ohne Geschrei und ohne Haß gegen anders Denkende, wenig erbaut von der Art, wie Christi Lehre als einträgliches Handwerk von den Theologen genutzt wurde, fest in sich und mit den Lehren des Urchristentums verwachsen, ein klein-reichsstädtischer, früher Tolstoi, dem die große, weite Welt nicht viel gilt, und der, evangelisch-lutherisch bis in die Knochen, wohl zugibt, daß auch katholische und jüdische Bürger tns Spital zugelassen werden aber niemals einer dieser Konfessionen zur Verwaltung Er war kein Freund von politischer und religiöser „Aufllärung" und konnte, selbst ein starker Spötter, Ironie und Spott nicht leiden. Als ihm Dr. med. C e r f den von Friedrich II. in Frankfurt festgehaltenen Voltaire vorstellen sollte, da lehnte Senckenberg energisch ab, die Bekanntschaft eines solchen „Narren" zu machen. „Er ist ein gelehrter Narr, ich will nur mit weisen Leuten zu tun haben." Unser Senckenberg ist keine Problemnatur, er war ein „Aufrechter", ein einfacher, stolz bürgerlicher Mann, der den angebotenen Abel ablehnt und die Jungadelrgen mit Vorliebe bespöttelt. Ein Bürger der Vaterstadt, ein reichsstädtischer Römer, dessen höchster Wunsch dahin ging, dem Vaterlande, das ihn mit Wohltaten gesegnet, eine große und fruchtbare Schenkung zu machen. Er wollte ein naturwissenschaftliches Museum, zu dem er selbst die Mineralien- und Petrefaktensammlung, sowie die Bibliothek befrachte einen botanischen Garten, ein zoologisches Kabinett, ern Theatrum anatomicum zum Zergliedern der Leichen und zur Ausbildung der Chirurgie, einen Fortbildungskurs für praktizierende Aerzte, Witwenverlorgung derselben, Anregung und Förderung von wissenschaftlichen Studien und zuletzt auch ein Spital, in dem ffür Frankfurt eine Neuheit!) ständig ein Arzt wohnen sollte. Ist dieser Plan nicht heute noch modern, ja, streben nicht die Absichten der Regierung und der Stadtverwaltung eben nach diesem selben Ziele: der medizinischen Akademie mit Anatomie, botanischem Garten, ärzMchen Kursen, naturwissenschaftlichen Vorlesungen, Chemie und Physik, Zoologie und Entwicklungsgeschichte, Museum und Bibliothek und an- gestcllten Professoren?
Senckenberg sah sehr richtig ein, daß der einseitig praktische Sinn der Frankfurter das Spital auch nach seinem Tode ausbauen und pflegen werde (konnte doch damals kein Bürger, nur Fremde ins Hospital zum Heiligen Geist ausgenommen werden!), daß aber die wissenschaftlichen Institute als anscheinend weniger wichtig ans Mangel an Unterstützung eingehen würden. Deshalb betrieb er mit Eifer den Bau der wissenschaftlichen Institute. Das Türmchen auf dem Neubau am Eschenheimer Tor war eben fertig, als Senckenberg an einem schönen Sonntag Nachmittag hinaufftieg, um mit Befriedigung diese uneigennützige, der Wissenschaft geweihte Schöpfung: „den Tempel der Wissenschaft" schauen. Ta stürzte er aus Berschen bis ln den Ke^r