426 Jenaische Zeitungen
Frankfurt am Mapn.
Von daher haben wir ein Veyspiel der Wohlthä- tigkeit anzusagen, dergleichen die Geschichte wenig aufzuweisen hat, und das ieden Freund der Reli§ gion, der Menschen, und der wohlthätigen Arzney- Wissenschaft selbst, erschüttern wird, die-Senken- dergische Stiftung von hundert tausend Gulden, zum Besten der Arzeneykunst und Armenpflege, eine Stiftung, bey der man diebrittischeGroßmuth ganz vergißt, und unserm Vaterlande Glück wünschet, daß sie eine deutsche ist, welche Abbt noch hatte wissen sollen/ um ihr die gebührende Stelle unter den großen Verdiensten anzuweisen. Sie ist nunmehr in folgender Schrift bekannt gemacht worden; Iol> <Lhriftian Genkenberg , MM. D. und Phyf. ord. zu Frankfurt, StiftungsBriefe zum Besten derArz- ueykunst und Armenpflege; samt Nachricht, wegen eines zu unternehmenden Bürger und Beysassen- Hospitals zum Behufs der Stadt Frankfurt, nebst Vorbericht von Rennt Leopold Ll-ristian Carl Kreyherrn von Genkenberg, mit Beylagen und zween Kupfertabellen, gedruckt mit Brönnerischen Schriften 1770. in Folio 76 Seiten. Zuerst lesen wir die Vorrede des Stifters; sodann folgt die Erklärung der Kupfertafeln, welche die Zeichnungen von den Gebäuden und dem botanischen Garten enthalten, so theils schon fertig, theils aber noch gebaut werden, hierauf ist des iüngern Freyherrn von Senkenberg Vorbericht über die Einrichtung dieser Stiftung zu lesen, und diesem sind zehn Beylagen beygefügt worden, als die obrigkeitliche Bestätigung und Aeußerung wegen des StiftungsBriefes den 3. Sept. 1763. Danksagung der bürgerlichen Eoller gien wegen dieser Anstalt, den 17. Märtz 1766. der HauptStiftungsBrief vom 18. August 1763. die Zugabe zu dem StiftungsBriefe den 16. Dec. 1765.
obrig-