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aötragen. Dis Männer, welche man täglich bezahlt, sind gehalten, die Erde aufzugraben und damit Weydenkörbe von verschiedener Gröse anzufüllen'. Solche werden hierauf unter Kinder nach ihrem Alter und Stärke vertheilt, welche damit die tiefen Löcher aus- füllen. Auf dem Weg steht ein Mann, der diesen Kindern bei jedem Gang ein Bleyzei- chen in die Hand giedt, und wann sie nach vollbrachten sechs Gängen sechs Bleyzekchen üufrveisen können , erhalten sie ein anderes in Gestalt einer Münze dafür, welches ihnen zwei Sols gilt, und in welchem Werth es der Becker von ihnen annehmen muß.

Die Amerikanische Maaren besonders der Zucker, find im Dreist sehr aufgefchlagen, «ichr sowohl wegen der Furcht des Kriegs, als weil sie in den Holländischen Pflanzstät­ten gefehlet haben. In der Insel Martlnik haben die Gewässer, wegen allzustarkem Re- gkv, eine gröle Menge von Caffeebaumen aus der Wurzel gehoben und mit sich fort­geschleppt.

Stockholm, den 28 Deeember.

Des Prinzen Carls Königliche Hoheit haben auf DeroReisen einen solchen Geschmack für die Reuteret bekommen, daß Sie gegen­wärtig daran arbeiten, solche anderst elnzu- richten, und das schöne Regiment, davon Höchstgedachter Prinz Obrister ist, wird nach Preußischem Fuß blau und gelbe Uniform bekommen.

Warschau, den 5. Jenner.

Warschau ist nunmehr zu einer Vestung geworden ; die Laufgräben find mit der- thigen Wache besetzt, und alles Ein- und Aus­gehende wird scharf untersuchet. Nur vier Hauptwege führen nach dieser Stadt, über die Solle, Neue Welt, Lesche und Neustadt.

. Nachdem der Rußlschr Gesandte dem hie- figrn Hofe einige Verglelchspuncte vorgelegt, und solche sogleich in Beratschlagung gezogen worden, so ist der General Branicki von

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BrzeSe aus mit sehr wichtigen Depeschen nach Petersburg abgegangen.

Vorgestern ist der jnuge Prinz von po- niatorvski, Sohn des Königlichen Obrist- kammerherrnS, von seiner Reise in fremden Ländern, wieder zurück gekommen. Nach Briefen aus Lemberg vom 23. Decembr. ha­ben die Rußen «un auch die Vestung Schur» schewo, den.letzten wichtigen Platz, welchen, die Türken an der Donau noch lnne hatten, eingenommen. Vor einigen Tagen kamen 54 Confödertrte nach Mariemont, eine vier­tel Stunde von hier, haben sich aber, nach­dem sie sich der Pferde und einiger Waffest bemächtiget, nicht lange' daselbst aufgehal­ten.

Nach dem zwischen dem Branikk undSawa am 18. Decembr. zum Nachkheil des letzten vorgefallenen sehr hitzigen Gefecht hat sich Sawa ln die Woywvdschaft Plock zurückge­zogen.

Aus der Gegend von Czenstochau wird ge­meldet, daß der Oberste Drerviz solches feit dem z. dieses beschieße. Nach Briefen aus

Httth«»-», dt« Preußen auch in dieser

Provinz, besonders in der Gegend des Her­zogthums Samogitien einen Cordon gezogen So wird auch versichere, daß der an den Gren­zen stehende K. K. Cordon den letzten Decembr. vorigen Jahrs in dieses Königreich ringe» rücket sey.

Am 22. Deeember hat der Perußische Oberste Herr von Ufcom 800 Cvnföderirte verjagt, welche sich der Stadt Thorn genähert, in der Absicht, die Brücke über die Weichsel zu zerreissen, und alles Salz in den Königli­chen Magazinen zu Dibow wegzunehmen. Dle Conföderirren haben dabei 20 Mann eingedüßt und sehr vi»le sind verwundet wor­den. Die Rußen haben einen einzigen Co- sacken vrrlvhrrn.

Petersburg, den 28. Deeember. Während der Belagerung von Brailvw hatte derFeldmarfchall Graf von ^omanzow keine