iZ7» Stück den Zi. Dee. 1770. iZZr

von der Wahrheit dieser Sätze, entsprungenen Ver­gnügen sehen wir, daß Herr El. die so oft bestrittene, noch mehr aber nur dem Nahmen nach beibehaltene, Lehren von der ubernacürlicben Besserung des Men­schen im Verstand und Willen richtig vortrage und mit vielem Ernst empfehle, und das in einer empfin- dungövollen Sprache, ohne andere zu beleidigen. Auch das ist sehr gut, daß er die Schulsprache von einem einfältigen! Vortrag absondert: nur hatten wir gewünschet, daß bey der letztern nicht eben meta­phorische Vorstellungen der Bebel, z. E. von der neuen Schöpfung, zur Grundidee zuweilen ge­nommen worden. Eben so sind die Lehren von der Taufe und dem h. Abendmahl richtig und gründlich vorgetragen. Doch wir wollen uns bey dem Allge­meinen nicht aufhalten, und einige einzelne Stellen lieber auszeichnen, deren Inhalt vorzüglich zu dem, was dem Hrn. C. eigen ist, gehören. S.39. finden wir sehr gute Erinnerungen von der Vorsicht, mit welcher man vom natürlichen Unvermögen zu reden habe; zugleich aber dessen Daseyn durch Vernunft und Schrift unterstützt; W. 72. u. f. ist der ganze Vortrag von der Allgemeinheit des Gnadenrufs und den Ursachen, warum Gott nicht auf ernerley Art und in einerlei) Maaß allen Völkern denselben wiederfahren ' lasse, auch in Ansehung der neuern Meinungen lehr­reich und bescheiden abgefafit. S. 103. u. f. werden die, zumal unter den neuern Theologen verschiedene Vorstellungen von der Erleuchtung und dem Verhält­nis d"r.natürlichen Kräfte des Verstandes gegen die­selbe, sehr ordentlich klasiificiret und beurtheilet. Mit Recht beschwehret er sich über diejenige, welche zwi­schen natürlicher und übernatürlicher Crkänntniß kei­nen Unterscheid mehr annehmen wollen, und vertei­diget gegen den Hrn. D. Semler, daß ein Prediger nicht allein zu seiner eignen Seligkeit, sondern auch Tttkttt Z zum