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denen heiligen Sacramenten, von ihrer Accuratdfe, Fleiß, Gerechtigkeit, Billigkeit und Dienstgeflissenheit gegen ihren Nächsten. Ich wünsche daher wohl recht sehnlich, daß meine Stiftung jederzeit solche Adminiftratores haben möge, und bitte die wählende Herren, daß Sie auf solche persönliche gute Eigenschafften immer sehen, und niemals solche zur Adminiftratiqn erwählen mögen, welche gedachter Eigenschafften ermangelen, oder gar das Gegentheil davon an sich haben.
§• 2I.
Da auch ordentlicher Weise ein gesetztes Alter erfordert wird, wenn jemand einer, zumal ansehnlichenGesellschafft, mit dem gehörigen Ansehen Vorstehen soll: so ist mein Wille, daß diejenigen, die zu dieser Adminiftraüon erwählet werden sollen, nebst denen übrigen Eigenschafften, auch das nvthige Alter haben, und wenigstens nicht unter dem dreyßigften Jahr stehen; es sey denn, daß einer zwar jünger, aber doch majorenn wäre, und von denen wählenden Herren per Majora, wegen seiner vorzüglichen Gottesfurcht, Weisheit, und anderen guten Qualitäten, hierzu tüchtig erkannt würde.
§. 24.
Es sollen aber beständig drey Herren Admlmllrarores seyn, die würkliche Bürger sind, und das Recht, dieselbe zu wählen, trage ich denen sämmtlichen Herren des Hauses Alt-Limburg auf, unter der Hoffnung, Sie werden nicht nur diese Mühe um so williger unternehmen, sondern auch die jedesmalige Wahl um so gewiffenhaffter und ohnpartheyi- scher vor GOtt und Menschen besorgen, weil die ganze Stifftung fürnehmlich zumBesten dieses ansehnlichen Hauses errichtet wird. Die Wahl selbst wird nach den meinften
Stim-
Iustina Katharina Steffan von Lronstett.