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fene / oder jemand anderer/ aus Liebe deS Nächsten / einige Beöer für beyderley Geschlecht sowohl Krancke als Schadhafte stiften / wird man die Erfüllung dieses GOk-gcfälli- gen Vorhabens jedermann leicht machen / und darzu allen möglichen Vorschub geben. Beynebens soll der Willkür eines jeglichen Stifters überlasten seyn / das von ihme gestiftete Bett/ sowohl von einem als dem anderen Geschlecht/ mit Krancken / oder auch Schadhaften zu besetzen.
Achtzehendens. Die auszugehrn vermögende arme Krancke werden in diesem Spital auf Art und Weis / wie solches nach Absterben des ersten Stifters Hrn Frantz Billiot gewest-Kayserl. Leib-^ledici seel. vorhin in dem Stiftungs- Haus in der Stadt geschehen / durch die bestellte Medicos und Chyrurgos, mit den erforderlichen Hülss-Mitteln/ frühe Morgens durch zwey Stund versehen / und wird in Sommer-Monaten um sechs / im Winter-Monaten aber um sieben Uhr angefangen.
Zur Erweiterung dieses Spitals Hof-'! fetmanGut- chater.
Achdem aber auch anjetzoaufdie künftige Vergrößerung dieses Krancken-Spitals zu gedencken ist / immaßen allerdings zu hoffen stehet/ daß Christliche yertzen/ die zuck Mitleyden beweget seynd/ der Allerheiligsten Dkeyfaltigkeit zu Ehren / und ihrem Nächsten zu Nutzen/ das ihrige nach Kräften beantragen/ nicht ab- geneigt seyn werden / damit in diesem Spital eine größere Anzahl der Armen / und mitlerzeit auch diejenige / so zu ihrer Genesung eine lange Zeit erforderen/ oder gar unheilbar seynd/ ebenfalls unterbracht werden mögen ; insonderheit/ wann das Publicum gnüg, sam überzeiget seyn wird/ daß das zu diesem Spital gehörige Vermögen wohl verwaltet/ auch bioshin zu dem bestimmten Endzweck an. gewendet werde / und daß bey Annehmung der Armen keine Re« commendation angesehen/ noch andere Absichten gcheget / sondern Die anje- die sich anmeldende auf ihr blosses Anverlangen angenommen/ durch- IVSmf abends aber umsonst/ und in der besten Ordnung nnd Reinigtest wegenkunf- besorget werden ; Als ist man nicht allein zuerst bedacht gewesen / tlger Ver- einen solchen Ort zu dem neuerrichteten Spital zu erwählen / wel- desSpÄs ä*r einem großen Spital'Gebäue zugleich anständig / und groß ' genug seyn würde / sondern man hat bereits / nach Maaßgebung des vorhandenen Platzes / mit Zuziehung der in diesen Sachen er. fahrensten Männern/ einen Riß zu einem vollkommenen/ und auf acht hundert Vetter zulänglichen Gebäue verfertigen lassen; wo- bey aber alle Kostbarkeit vermieden / und die einem KranckenSpi- tal anständige Bau-Art beliebet/ beynebens der Riß also eingerichtet worden / daß / ohne die Besorgung der Krancken in dem mindesten zu unterbrechen/ sothanes Gebäue/nach und nach Stuckwels/ erbauet / und zu seiner Zeit zur Vollkommenheit gebracht werden fönte. Mit