geschickter Handelsmann von Lyon hatdie Bemas­tung hierüber, und der berühmte Herr Vaucsn- foti ein trefflicher Mechanicns, hat erst kürzlich solche HandwerFs-Gerüste erfunden und verferti­get, vermittelst deren ein Arbeiter so viel ausrichtek, als sonst ihrer ro. bewnrcken können.

Prag, den 7. Novembr.

r Den 4. dieses, am Tag St. Earoli Borromäi, Provinz Seeland in aller Form Rechtens wid'er'vH als dem hohen Namens-Tag des.Durchlauchtigsten Ansprüche der Provinz Holland protestirct , und Ihro Gnaden, Herr dabey erkläret, daß sie zu keinen Zeiten gestatten

flössen und die Sachen waren dergestalt geanderh daß man ohne grossen Nachtheil für die sämtlich? Compagnie, dergleichen Handlungs - Freyher'tey, mcht weiter zugestehen könte, zumahlen da die See­lander neben dem die Freyheik hatten in allen an­dern Pflanz-Stadtender Repudlic Handlung zu treiben. Hierauf habe» die Herren Deputirte der

Erz-Herzogen Carls, haben _ von Sartori, als Obrister des LöblichenRegiments Höchstgedachken Prinzen Carls, in der Kirchen zu St. Beneditti bey Vene» P. % Prämonstratensern, in Anwesenheit aller Herren Officiers, ein feyer- liches hohes Amt celehrirzen lassen, und Mittags Hey einer wohlbestellten Tafel mit denen Herren Officiers und andern hohen Gasten das Namens- Fest srolich begangen. Heute Vormittags wurde ein alter Iud zum Richt-Platz vor das Reichs-Thor hinaus geführet, allda geköpffetnnb aufdasRad geflochten. Dieser Iud, so von der Bande gewe­sen, welche in perKöniglichen Stadt Eomottau ei­nen War-Zieher in seinem Hauß ermordet, hat Wacht gestanden, als die andern den Mord und Diebstahl begangen haben,

Nieder-Rheinstrohm, den 8. Novembr.

Es rhun sich wieder einige Zwistigkeiten zwi­schen Heyden Provinzen Holland und Seeland in Ansehung der Handlung hervor, worunter fol­gende keine der geringsten ist. Es hatte schon vor mehr dann 4. Jahren die Cammer' der West-India­nischen Compagnie in Seeland auf Dero eigene Unkosten eine Pflanz-Stadt zu Amina angeleget, und darüber von denen Herren General Slaatm oineFreyheit, allein dahin haiM-.n zu können, er­halten, auch dißmahien ist selbige auf einen so blühenden Zustand angewachsen, daß alljährlich Key jo. reich beladene Schiffe von da zurück kom­men: Da nun die bewilligte Zeit der gedachten Freyheitzu Ende gelausten, mithin erfordert wur­de , daß selbige von hochgemeldten Herren Staaten wieder erneuert werden solte, so wäre solches ohne Anstand zuGunsten der ProvinzSeeland geschehen, wann der Groß-Pensionarins nicht nnvormnthek in die Versammlung gekommen wäre, undvorge- stellet hätte, daß die Provinz Holland darzu nicht einwilligen könte, daß eine solche Handlung, wel­che doch derallgemeinenCompagniezugehörte, ei­nigen wenigen, insbesonber mit Ausschluß aller andern zuqestanden werden solte: Und wann schon dre Provinz Seeland sothane Freyheit ehemahls BN sich bringen können, so ftye nun die Zeit vcr-

wurden, daß, unter welchem Vorwand^es auch feyn Vögte, ihnen hierinnen einiger Eintrag ge­schehe. ^Dieses Geschafft wurde sodann einerCom- mrßwn übergeben, und wird wob! nicht eher zu Ende gebracht werden, biß der Durchlauchtige Statthalter in den Haag fminet: Man bat sich sodann auch über die zu Embden neu errichtende Preußische Handlungs-Compagnie berathscblaget, und beschlossen, nichts ausserordentliches zu unter, nehmen, sondern allein denen Cvmpagnien neuer-* dings anzubefehlen, auf denen zu Ansrechthal- tung der Handelschafft ehemahls ergangenen Ver­ordnungen steiff zu halten, mithin alle dabey ge­brauchende Beamte, welche Min anderwärtige Dienste begehen, an Einziehung ihrer Güter und dem Leben zu straffen.

Haag, den io.Novembr.

Es hat sich eine gewisse Pi rson, so ehemahls mit dem Preußischen Minister, Graf von Podewils, in Königlichen Geschäfften gebrauchet, nndnachZu« rückrnffung dieses Ministers unter Königlichen Schutz einige Jahre zu Amsterdam verblieben, auch verschiedenemah! in solchen Geschafften an den ErdStatthalter verschicket worden, unvermmbet hieber in den alten Hof retiriret, wo er ohne Kö­nigliche Erlaubnnß nicht heraus genommen werden kan; als nun jederman überdieseBegedenheitvoss Verwunderung gewesen, erhöbe sich der Raths- Präsident zu dem Preußischen Minister, Herrn du Commun, um denselben im Nahmen Ihro Hoch­mögenden zu ersuchen, damit gedachte Person der Gerichts-Hand mögke ansgeiieffert werden, wor­über die Königliche Entschliessung erwartet wird. Die vornehmste Punkten, so man ihr zrrm Last

Embden mederzulaUrr, daß sie mit in dem Vm- brcchen des Martini, so durch verschiedene gedruck­te Schriftten das gemeineVvlckzn bewegen gesucht, sich in fremden Schutz zu begeben, verwickelt gewe­sen, auch von diesem angegeben worden, daß fit