^er Urheber einiger bey dermahligen Umstanden «usgestreueter Schmäh-Schriffteu feye.

Brüssel den io. November. e ' .

Die Arbeit am neuen Canal von Löwen wird fleißig, fortgesezet und ist besagter Canal bereits 4 . Meilen lang eröffnet/und man machtstch Hoff­nung/ daß derselbe im Oktober des künftigen Jah­res wird schiffbar seym man ist auch willens eme freye Schiff-Fahrt von Ostende bis Brussel Ant­werpen und Löwen anzulegen.

Cöllen/ den rr.Novembr. .

Am Montag wurde von hiesigem Dom-Caprtu! die Wahl eines Dechants vorgenommen , und Herr Franz Christoph Anton/ Graf von Hohenzollern, ^jhrer Churfürstlichen Durchlaucht von Collen uu Erz-Stifft Cöllen Stadthalter rc. einhellig hierzu erwählet. Man hat angemerckek, daßbewdem druckcnen Wetter sich eine grosse Menge Feld- Mäuse in hiesigen Gegenden spühren lassen/ man hoffet aber/ daß sich dieses ungeziffer bey dem häufigen Regen-Wetter wieder verliehren werde.

Hanau, denrz.Novembr.

Bey der gestern berichter Massen vorgegangenen Wein-Erecution wurden 14. Juden und ein Ben­der-Meister unser einer Wache vor das gehegte peinliche Gericht der n. Land-Schulkheiffen, eines Amtmanns und Syndici geführet, zu gleicher Zeit brachte man rr. Fässer von verschiedener Grösse, ln Zulasten,und einem Stück-Faß vo.r 8.Ohm Her­der): Hierauf wurde das Uttheil gelesen. Nach verlesenem ttrtheil nähme der Gesängen - Wärter eine Art, hiebe damit alle Fässer in Stücken, daß der Wein so hauffig flösse, daß auch dieWacht-Pa- rade, so mnvenCrayß mitHautboisien und Tam­bours stunden, ihre Schuhe mit Wein sülleten, Bey der Aushammg siniger Fässer verspuhrte man einen grossen Gestanck, auch war der Wein ganz trübe, der Wein in den andern Fässern, insonder­heit aber ln dem 8. ähmigten Faß, röche ziemlich Hut nach Wein, welches auch denjenigen Jnd, dem dieses Faß gehörte, so frech machte, daß er mit feinem Hut in dem Creyß den stressenden Wein auf- fchöpffte , und hinein söffe. Es wurden also bey nahe ro. Ohm Wein lauffen gelassen. Der übri­ge Iuden-Wein, so nur mit Rosinen, Zucker, und dergleichen geschmieret ist, soll all eonfiscirt ftyn,

und in den Mayn ausgeschuttet werden. Wls man vsrgiebt, soll eirr Jud Nathan um ,0000» fl., ein anderer aber Amschel um 7000. fl., die übrige aber nach Proportion gestraffet werden» Der Bender-Meister gieöt ros. fl. Strafe, und ist des Landes verwiesen.

AVERTISSEMENTS,

Nachdem gestrigen Tages des hiesigen Burgers und Büchseumachers Beckers Sohn, Rahmens Ernst Becker, von Proseßion ein Büchsenmacher, mittler und wohlgewachsener Statur, braungel­ber Haare, rr. Jahr alt, blassen glatten Ange­sichts, bey einer wegen verübter grossen Dieberey in seinem Hause angestellten Visitation, noch ehe man die mit !hätticher<Erbrechung gestohlene Sa- .chen entdecket, und also, daßerderwürcklicheTha- ter seye, gewust hade, echapiret und flüchtig wor­den ist; so hat man eines Theils das Publicum für diesem Dösewicht warnen, andern Theils dasselbe ersuchen wollen, daß, wann er sich betretten ließe, denselben Handvest zu machen, und davon sofort hieher beliebige Nachricht zu ertheilen, damit er gegen Bezahlung der Unkosten abgehohlet, und dis ^nstitz befördert werden könne. Büdingenden iz. Novembr. 17?®.

Hochgräfi.Zsenbmg-Büdingischs

Canzley.

Allhier in Francksurt ist öcy Springs-Erben und Garbe, und)n Heidelberg bey dem Universitäts BuchhändlerPfäh'cr folgendes mitProwrolliö und andern authentischen Urkunden versehenes Werck- gen vor i s. kr. zu haben: Merckwürdige Nachricht von der ganz neu im Herzogthum Bergen entstan­denen Ellerischen oderNonsdorffischenSecre, die sich äußerlich zur Reformirteu Kirche bekennet, innerlich aber die schändlichsten Greuel- lehret und ausübet, nebst einem Anhang aus einer bedenckli» chen Schrifft eines unter dieser Sette gewesenen Predigers. 8vo.

Dieser jouijNA,L|ji wöchentlich viermal bey denen Berlinischen Erben und auf allen Toft-AemtcsU

WvMgsr,Dieküssr,3revragrundSaAstssr m bahmr MdgherbepHr», LWKMSgeserG