Bareellsnmden ir.Dcto&er.
Die -Anzahl der König!. Truppkn, welche in Ca« Lolomerr ihre Quartier haben, erstreckt sich auf 8000. Mann, dieselbe bekommen am^Geburts- Tag Ihrer Majestät des Catholischeu Königs neue Montur und ein jeder Soldat über seinen monatlichen Sold auf Befehl des Königs ein Geld-Stück von 6 , Stüber zur Verehrung.
Genua, den rchOctobr.
Weil sich die See-Räuber aufnnsern Küsten wieder sehen lassen, so sind 4. bewaffnete Fahrzeuge gegen dieselbe ausgelauffen. Eines unserer Kriegs- Schiffen, welches einige Zeit gegen dieselbe ge- kreutzet, hatans den Küsten von Boaille ein Tri- polilanisches Raub-Schiffer-Tappess nach einem hartnackigtcn Gefechte erobert, und 80. Türcken, welche dieses Schiff anBoord gehabt, miteinander bis aus14. nidergemacht,welche letzte alsScla- ven ihr Leben erhalten haben.
Toulon den r. November, hiesigen Häven wird eine Flotte von rz. grossen Fahrzeugen ausgerüstet, so wird auch mit grossem Eiffer an denen noch auf dem Stappel stehenden neuen Schiffen gearbeitet,damit man die- selbige noch vor Ende dieses Jahrs in die See lassen könne; obengedachte Flotte aber soll in kurzem unter Segel gehen, man hat abernoch nicht erfahren können, wohin dieselbe bestimmet seye..
London, den z. Novembr.
Wie verlautet, so werden Jhro Majestät der König nach Dero Zurückkunfftaüevacant stehende Regimenter vergeben Heut wurde anfdem Ginld- ha! eine Versammlung gehalten, in welcher der Schluß gefastet worden, den ausländischen Künstlern und Handwercks-Leriten unter gewissen Bedingungen die Erlaubnuß zu ertheilen, in hiesiger Stadt ihre Gewerbe unP Handwerck zu kreiden.
Dresden, den 4. Novembr.
Wie man sagt, so haben Jhro Majestät der König mißfällig vernommen , daß der Magistrat zu Danzig sich ungehorsam aufführet, indem er die ergangene König!. Befehle bewercken will, sondern auf seiner Widerspenstigkeit verharren, Daher JhroKöuigk.Pohlnische Majestät an besagten Danziger Magistrat ein abermahliges aller- gnädiges Anmahnungs« Schreiben mit der Warnung ergehen lassen, daß Jhro Majestät in fernerem Verweigerungs-Fall sich würde entschlich fen müssen gegen den Magistrat schärffer mp ernsthaftere Mittel zu gebrauchen.
Paris, den 6. Novembr.
Die Jagden, womit sich der Hof zu Fontainebleau nebst andern Lustbarkeiten ergötzet, sinddjß- mahlen ausserordentlich sehens-würdig. AmDon- nerstag wurdeabermahl einegrosseSchweins-JagP gehalten; bey welcher Jhro Majestät der König, der Dauphin, die Dauphine und Königliche Prin- zeßinnen viele eigenhändig mitWurf-Spiesen erleget: Ein gewisser ausländischer Minister solle in diesem Spiel mit Jhro Majestät hem König r. Millionen verspielt haben. Der Marquis von Valory lft allhier zurück gekommen; Jhro Erccl- lenz der KayserlicheBottichaffter, Graf von Launitz , hat sich nach Hosbegebcn, und letzternDienstag bey Jhro Majestäten dem König und der Königin seine Andien; gehabt. Das Bildniß zu Pferd des Königs Philippi des Schönen vvn Franckreich, welches von der Kirche zu U. t Frauen weggenommen woiPen, wurde auf Befehl des Hofes als ein Zeichen der Tapfferkeit und Frömmigkeit dieses Prinzens vor einigen Tagen wieder an seinem vorigen Ortausgestellet.
Ein anders aus Paris, den 7. Novembr.
Aus Toulon ist die Nachricht eingelanfferr, daß der Admiral Macnämara, welcher mit 6 Kriegs, Schiffen vor einigen Monaten aus Brest in die See gelauffen, zu Toulon zurück gekommen seve, woselbst diese 6 . Schiffe würckiich entwaffnet wurden. Man redet hrer von verschiedenen Ban- gnerotten, welche zu Nantes, Nochelles, Marseille und Pourdeaur gewacht worden.
Versailles, den 7. Novembr.
Man ist jetzo hestissen die Manufakturen durch ganz Frgnckreich wieder in den besten Stand zu se- KM, und dg Spanien und Savoyen keine rohe Seide mehr will abfolgen lassen, weil sie solch- selbst zu verarbeiten Anstalt machen, und man doch pie mehreste rohe Seide in Spanien und Savoyen gezogen, so laßt man nicht nur aufKönigs. Befehl für etliche Millionen aus entfernten Landen Dergleichen kommen, sondern, da Jhro Majestät ein besonderes Augenmcrck sowohffauf die bereits sin Königreich errichtete Seiden - Manufacturen werffen, um selbige blühend zu machen und zu erhalten, als um noch neue anzulegen, so hat der König h bis 4.Land'Güter4. Stund weit von Paris zu diesem Endzweck erkanffen lassen, aüwo man würcklich an fanget die nöchige Gebäude ansznsüh- ren, und Maulbeer-Banme zn pstanzen, um ein solches Etablissement von SeidemWürnrsn anzu- legen, gleichwie in derTouraine und andern Mit- täglichen Provinzen dreftsKönigreichs sind. Ein
4