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Man versichert auch, daß wircklich einPerfian. Botschafter des Prinzen Heraclii nach hiesigemHofe uuterWeges seye, um die gute Freundschaft zwi­schen unserm Hof und Persien zu Unterbalten.

Petersburg, den 20. Julii-

Es sind bereits einige Kriegs »Schiffe und Ga­leeren in die See gelauffen, um sich mit denen zu Reval fertig liegenden zu conjungiren, um basSee-Volck im Seglen zu üben- Auf dem Admirals- Werft wird an denen neu angelegten bcyden Kriegs- Schiffen fleißig gearbeitet, um sel­bige noch vor dem Winter fertig zu haben.

Mietau, den 2*. Jul.

Die Rußischen Truppen, welche beordert sind, sich an den Liefländischen Grentzen zusammen zu ziehen, langen täglich nach und nach in denen vor sie bestimmten Eantouirungs - Quartiren an. Es ist in den benachbarten Städten und Oertern ein grosser Vorrath zum Unterhalt erwehnter Trup­pen angeschast worden.

Mabrit, den 26. Julii.

Es ist beschlossen, bas See-Wesen dieser Crone in America um den zten Tveil zu vermehren, um die Vollziehung der Befehle, welche der Catho- lische König gegeben, zu handhaben, um seine Flaggen respectiren zu machen, und allen verbot- teneu Kauf-Handel in selbigen Landen gäntzlich z« vernichtigen.

<!>l.'e 6 den. den 27. Jus.

benschieffen, weil sie demselben beym OrdenFe- ste zum erstenmal mit beywohnen sollen. Als sie damit fettig waren , begaben sie sich ins Löwen» Haus, die wilden Thiere zu besehen. Der Lö­wen» Wärter that eine Löwin in den sogenannten Zwinger, ohne zu wissen, daß sein Bruder schon vorher eine andere in solchen gelassen. Diese Thiere siengen sogleich zu kämpfen an, und wa­ren nicht von einander zu bringen, ob man schon blind unter sie schoß, und ihnen lebendige Hüh­ner vorwarf. Endlich faßte der Löwen - Wärter und sein Bruder ein Hertz, sie Kunden nemlich die odenliegende Löwin am Schweife mit einer Leine von hinten zu vest, und brachten sie also von der andern qb, welche wohl crepiren wird.

Stockholm, den;o. Julii.

Es will verlauten, daß auf Königliche Ordre noch einige Trouppen nach Finnland transporti- ret werden sollen, um die dasige Garnison zu verstarcken, und in denen neu- angelegten Bar­

rier - Vestungen vertheilet zu werden. Weil man aus dem Sinn Finnico Nachricht erbaltttt, daß einige Rußlsche Kriegs - Schiffe und Fregatten sich in See begeben, um ein See-Epercitinman- zusiellen; so vernimmt man, daß einige Königli­che Schiffe und Galeeren zu Carlscroma beordert« gleichfalls auszulauffen, um das dasige See» Volck in der Sce - Uebung zu unterhalten.

Nieder - Rhein - Strohm, den 5. Augusti.

Der Ritter Hamvury Williams hat, während dessen kurtzen Auffenthalts in dem Haag, mit denen Gliedern der Regierung verschiedene Unter­redungen gepflogen, und feithero ergehet das Ge­rücht , daß es mit dem Beytritt der Republik zr» der grossen Alliantz sehr weit gekommen, zumahlen auch der Chur-Sächsische Hof sich deßsiM nach dem Willen der hohen Machten bequemen wer­de. Deine seye nun wie ihm wolle, so ist doch gewiß, daß es bey der Republik mit diesem Ge­schäft Heu nicht so leicht zugehen werde, indem man überhaupt allen Verbindungen, wodurch man sich nur dem Schein nach in einem Krieg verwickeln könnte, abgeneigt ist. Der sammtli- che Hof befindet sich zu Söstdyck in höchstem Wohlftyn. Zu der Stelle eines Staats-Secre- tarii ist der Pensionarius der Stadt Leyden vor­geschlagen worden.

Lyon, den s. Aug.

Briefe ans Languedoc melden, daß das Lager,. welches noch diesen Monat aufgeschlagen, und in i2. bis is. tausend Mann bestehen werde, durch den Grafen von Mortemar commandiret werden solle.

Stollberg am Hartz, den s. Aug.

Am zten dieses Vormittags, sind die Hoch- gebohrne Gräfin, Frau Louise Charlotte, Ge­mahlin des regierenden Herrn Grafens zu Stoll­berg - Stollberg, mit einer jungen Gräfin entbun­den worden, welche in der Heil. Tauffe die Na­men Henriette Christine erhalten hat.

Paris, den 6 . Aug.

Es sind verschiedene Brigades der Marechaus- see nach Evreux gesandt worden, um den Bi- fchoffen, wider welchen das Parlament von Rouen die Gefangennehmung erkennet, zu bewahren. Dieser Prälat solle eine sehr scharffe Schrift wi­der dieses Verfahren haben ausgehen lassen. c tbro Majestät, der König, haben das Regi­ment von Normandie dem Marquis von Perusse aufgetragen, welcher s«. tausend Thaler darauf