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natürlichen Wesen und Umlauff allzeit und berge- stalten beständigerhalten, daß es niemahls zu einer Fäulungsich neige, nochwürcklich eingehe; dann auch nur dessen Satz, Heessen oder Drußen erhaltet das im höchsten Sommer sonst gar bald faulende Fleisch auf die längste Zeit dergestalten frisch, als wann es selbigen Tag erst geschlachtoder geschossen wäre.
Nebst diesem löschet der Rheinwein den sonst öhnerträglichen Durst sowohl in hitzigen Kranck- heiken, als auch im gesunden Stand,
Dahingegen die ausländische frembde Weine niemahls weder den gesunden, noch Krancken einigen Durst löschen, sondern allzeit denselben sambt der Hitz vermehren, ausser daß sie mit sehr vielen Wasser vermischet werden;
' Soll aber wohl ein so schlechthin mit Wasser vermischter Trüb-dicker Wein oder besser zu sagen sußlichter Most jenem Krafft der gehörigen Wein- Jährung auff das genauest und reinste vermischten Durst-löschenden Rheinwein auch nur im geringsten bekommen? Ja! wie ein aus Wasser und Mehl gantz ohnverjohrner Teig Brod gibt.
wann also das Wein-Trincken in denen hitzigen Kranckheiten von denen älteren und neueren Artzney Gelährten verbotten wird, so ist jolches
allem