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sten aber m sehr wenigen Zufällen gediehet auch nur die geringste Verrichtung im menMchen Cörper durch die Jährung der Eßig * Säuere, noch viel weniger einige hitzige Kranckheit, weilen alle hierzu erforderliche Umständ in unseren Cör­per gantz und gar abgehen :

Auch die Theile und Sässt im gantzen Men­schen , wann er schon alltäglich lauter Rhein- Wein trincket, und besonders das Geblüth lassen dannoch niemahls einiges Zeichen der Eßig-Säuere von sich spühren, mögen die Versuche angestellt werden, wie sie nur immer wollen und können; wohl aber werden alle feste und flüsige Theil des Cörpers durch die stqrcke Hitz öffters faulend und stinckend:

Der Fäulung hingegen widerstehet nichts mehr als was Eßig - sauer ist, wie dieses ein gantze be­kannte und ohnwidersprechliche Sache ist, so alle Köch undLöchinnen bezeugen müssen: Daß ein Wildprett oder sonst bald faulendes Fleisch in- sig gelegt könne frisch und gut erhalten werden, auch wissen sie bey Verfertigung eines Häsens- oder Gäns - Bfeffers wie auch bey der schwachen Karpfen - Brühe am allerbesten, daß der Eßig kein Geblüth dick gerinnm lasse, sondern vielmehr verdünne und lang erhalte.

B Eben