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mit Wern-Stein beschlagenen Faßern auffbehalten wird/ biß über hundert Jahr ohnverderblich bleibet, so verzehret also vielmehr der Rhein - Wein den Wein - Stein, und widerstehet allen davon her- geleitheten Kranckheiten.
Andere verwerfen den Rhein-Wein und batten ihn für schädlich wegen seiner offenbahren Säuere: daß solche durch täglichen Genuß des Rhein-Weins im gantzen Leib, besonders aber im Geblüch vermehret werde, und folglich eine sehr schädliche Jährung bald im Magen, bald im Geblüts)/ bey denen mehresten aber im Kopff, entstehen müsse, wodurch schier alle auch die hitzige Kranckheiten verursacht würden.
Gegen solche Holländische Jährungs - Geister haben gleich daraus andere sekr bewehrte Männer ebenfals Holländer so häussiH und Bund-Fest geschrieben, auch durch ihre kräfftigste Beweiß- thumer so viel dargethan, daß bey jetziger gelehrten Welt kein vernünfftiger Mann mehr, wohl aber viele in denen älteren so wohl als neueren Artzeney - Schrifften und Lehr-Arth unerfahrene und dannoch hochgelehrte, solcher Meynung auch nur im gerinsten bey pflichten.
Dann weder im gesunden Zustand, noch auch in Kranckheiten, ausser im verdorbenen sehr schwachen Magen und bey kleinen Kindern zuweilen, sonsten