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Wein-Stein im Menschen gezeugt oder dannoch alle Tarcarische Kranckheiten unterhalten würden.

Nach der Zeit aber haben ebenfals die er­fahrenste Chymisten durch viele gemachte und widerholte Proben qantz klar bewießeti, daß der vom Wein angesetzte Wein-Stein keines weegs aus harter zu Stein gewordener Erden be­stehe, sondern vielmehr ein dem menschlichen Kör­per sehr angenehmes und nützliches, auch dabey leicht auflößliches Weeßen seye, indeme er schon bey siedenden Wasser sich gantz und gar verkoche, dahingegen aller Sand und Steine vom Menschen zu feiner Zerstörung einen viel stärckeren Grad des Feuers ertzrdere. Ja er ist ein solches weeßent- liches Haupt-Saltz, so stlbsten das bewerteste Artze- ney - Mittel gegen alle so genannte Tartarische Kranckheiten von sich dargibt.

^olte aber dannoch jemand wegen dem vielen Wein-Stein einigen Anstand haben, so darff er nur etwas alteren Rhein-Wein trincken; dann gleichwie er von denen jüngeren Rhein - Weinen allein angesetzt wird, also verzehren denselben widerum die ältere biß auf das geringste Sand­körnlein ; ja in diesem Wein - Stein oder bester, weßentlichen Wein-Saltz ist die dauerhaffte Be­ständigkeit und fürtreffliche Gesundheit deren Rhein-Weinen gantz gewiß zu suchen und zu fin­den, indem derjenige Wein, so in denen recht dick