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Go finden sich dannoch zu allen Zeiten sebrvie- le auch unter dencn Gelährten, besonders der Artze- ney-Verständiqen, folglich auchunter denen jeni- gen, so ihres Raths leben, welche gantz verächtlich von dem Rheinwein geschrieben, ja solchen als ungesund und schädlich angegeben haben.
Und dieses zwar entweder überhaupt oder dannoch zum Theil: Weilen er nemlich den mehreren Wein-Grcüt vor allen anderen Weinen ansetze, wie auch ein ftarcke Sauere bey sich führe; oder doch gewiß den menschlichen Gr in und dessen Schmertzen, wo nicht verursache, dannoch starck vermehre.
Diejenige, so den Rheinwein überhaupt für ungesund und schädlich ausruffen und dannoch keinen eintzigen auch nur scheinbahren Beweiß dessen b'eybringen, solche zu widerlegen, scheinet nicht der Mühe werth zu seyn, dann ihr Absehen nur ungerecht, partheyisch und verläumdisch ist.
In vorigen Jahr hundert aber wäre ein gewisse Lehr-Art deren Chymrsten, so den Wein-Stein für die Haupt - Ursach deren mehresten Kranckheitm öffentlich angegeben, und dahero ware bey ihnen der Rheinwein wegen seines fo häuffig bey sich habenden Wein-Steins als der schädlichste Getranck verworffen, werten durch solchen entweder der