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Kälte die gehörige Wein - Jährung wo nicht gantz erstickt, dannoch verursachet, daß der Most nur in sich oder auch unter sich jähret, folglich sich niemahlsrecht auskläret und säubert, sondern allzeit noch unrein und Crud bleibet,und deswegen so leicht in denen ohnehin sehr engen Urin - Gefässen stocket, oder doch niemahls, wie der zarte und verdünte Rhein-Wein, den Urin abtreibet.
Daß die Elsässer-Necker-und Mossel-Weine denen Rbein-Weinen in der Güte bey weitem nicht beykommen, ist ohnsreitig.
Die frembde, besonders Frantzösische Weine seynd noch weniger mit denen wahren Rhein-Weinen zu vergleichen: Dann obschon die beste Gattung Trauben die nemliche Orleans wie zu Rü- desheim gepflantzet werden , so ist dannoch der inFranckreich daraus gemachte Wein allzeit trüb, dick, öhlrcht und blöhend, wo hingegen der zuRü- desheim im Rheingau aus denen Orleans Trauben der allerlieblichst, kräfftigste, hell-und durchsichtigste, auch dabey dauerhaffteste Wein wird.
Diefr so mercklich und augenscheinliche.Unter- scheid beweißet gantz klar, daß zum guten wahren Wein machen jenes gemäßigte Clima, so allein am Rhein gefunden wird, gantz nothwendig gehöre.
Weilen also in Franckreich die Erd-Lage schon
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