indessen den Landweg «ach erwähntem Lust/ schlosse, agwo das Verbleiben wolso lange, als das Wetter angenehm, dauern möchte.

AufBefehl Ihro Kaysirl. Majest. ist aus dem dmgirenden Senat bekannt gemacht worden, daß alle Fremde, welche, um sich m Rußland niederzulaffen, ihre Reise hierher unternommen haben, bey ihrer Ankunft alhier im Oalmanni- fchen Hause, in der Mtll.onenstrasse abtreten, vnd daselbst. 4 Tag? ohne Entgeid fceyesQrrar- lier haben sollen Dem hiesigen Zollamt ist zu -leicher Zeit aufgetragen worden, dergleichen hrerselbst anlangenden Fremden solchrs bey ihrer Ankunft zu melden. Dcr König!. Schwedische Envoye Exlraorduiaice, Herr Daran von Poss, wird mit d m ehesten von hier nach Schaden zurück reisin. Den rosten Juni« haben Ihro Kayserl. Majestät, den Hrn. Generalmajor und bisherigen Ob- r-Procurcr oom heil-Synod, Fürsten Alexey Koslowsky, zum Gencrallieu- tenant und Lcy'rzer im Sena^scomptsjr zn Moscau-allerguadigstzu ernennen geruhet.

Aus Italien, vom 8 August.

So viel Mühe sich auch die Genueser geben, ihre bey Furiam am i8fen Iulii empfangene Schlappem -e rn-gern, so ist doch gewiß, daß Der dabey erl-ttene Verlust für sie allerdings sehr bekrächtlrch gewesen. Nach denen Berich. Sen der Cor'en, haben die Genueser über dritt- halb Hund rtMa: n nebst izOfficie's auf dcm Platz gelassen, und die ganze Belagerung soll sie auf 600 Mann zu steten kommen. Ccrsi/ scher Seits ist Hr. I. B. Campoloro, der ei« nige kode Officier. Bey Aufhebung der Be­lagerung haben d''e Genueser vhngefehr 4000 Z4 Psündige Stückkugeln im Such gelassen. Der Hr. Paoli hat dahier sogleich Befehl er- theilt, 2 Glücke von diesem Caiiber zu gressen/, AM sich dieser Beute bey Gelegenheit bedient zu können Zw schen denen Venetianeru und Mantuanischen Unterthanen ist ein Streit ent­standen, d-r leicht zu verdrieslichen Weiterun. gen hatte Anlaß g ben können, wann er nicht in Güte gehoben worden, indem dieVenetiancr einen Arm des Tartaro- Flusses, aus welchem sonst dieManutanischeUnterthanen dar Wasser auf ihre Rerßfelder geleitet, abgegraben, und weil die Sachen nicht sogleich wieder auf den alten Fuß wieder hergestellt seyn werden wol­len, Gewalt zu brauchen angefangen, und von rüiemUfer auf das an!M Teuer gegeben wor­

den, auch sogar einige Piquets Dragoner und 12 Compagnien Infanterie mit einigen Sano- nen gegen Peschiera vorgerückt. Zufolg Nach­richten aus Verona, ist da-eidst der Graf No- garola, Mörder des Grafen von Cipolanach- dem er an verschiedenen Orken mir glühenden Zangen gezwickt, und ihm die rechte Hand ad- gehauen worden, mu dem Strarig vom Leben zum Tod gebracht worden.

Braunichweig, vom 12. August.

Diesesmal ist urrzere Messe sehe ansehnlich gewesen, durch die Anwesenheit Sr. Kdnigi. Hoheit des Pil-zen von Preuffen und mrsern tapfem Braunichweig-schcn Hechen des Herrn Erbprinzen, des Punzen Lnederlch und Her­zogs Jerdinands, es sinv daher täglich grosse tkusibarkelten vcranst.tlkel worden, uaD da die Hami urger und andlre Herrn Kaufieute, ge­gen vorige Iahte zu rechnen unsere Messe m |o greser Menge frequerurrt, so sind auch die Preise der Gewürz- und Viclualien^Waurett, ziemlich leidlich gewesen. Die Frucht - Preise sind auch so, daß man gar wohl zufrreden seyn kan, der Himbbe- Rocken gru einen Rthlr 9 Mari ngrvjchen, und würde bereits mehr ge­fallen seyn, wenn nur dre lange anhaltende nasse Witterung die Ecnore nicht so weit ver­zögerte. Rur allein das Vieh ist noch rahr und theuerz und ist darin noch gar keine Aen- dcrung zu erwarten, da das erkranken und sterben des Hornviehes noch hin und wieder sich äusert, d. ß auch von neuen gnädigst ver­ordnet worden, daß bey denen am i6len und i.yten eingefallene» Vrehmurkre aufs allrrge, nausie vigilirr werden sollte, damir ohne be- .schworne Pässe kein Vieh eingelsssen werde.

; Mit dem Gelde ist noch keine Veränderung vorgegangen, so sehr wir auch darauf gehof- fet; Die Lassen - Bediente haben ihre kieine Sorten einlrekcrn messen, und haben dagegen an loo Eindritteln, nach 21 Rthlr Abzüge pro Cent ihrQuaukum zurück erhalten. Auf diese Weise werden wir also nach und nach in unfern Landen bessere Sorten von Gelde bekommen.

Landen, vom 16. August.

Ob die Cider Acre bey dem Volck noch so ge- häßig ist, so will die Regierung doch, daß die­selbe freywillig oder gezwungen befolgt werde. Zu dem Ende sind einige R-gimenter nach den Provinzen, wo der Aepfel und Birnmoß das gemeine Getränk ist, abgegangen. Man hat